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Der Freie Zahnarzt

, Volume 59, Issue 1, pp 11–11 | Cite as

FVDZ-Vorstandssitzung

Experte informiert über Korruption im Gesundheitswesen

politik
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Korruption ist in der Ärzte- und Zahnärzteschaft ein heiß diskutiertes Thema in diesen Tagen, und mit Spannung wird der von der Bundesregierung für Januar angekündigte Referentenentwurf für ein Antikorruptionsgesetz erwartet. Die „Schaffung eines Straftatbestandes der Bestechung und Bestechlichkeit im Gesundheitswesen“ wurde bereits im Koalitionsvertrag angekündigt, nun nimmt sie offensichtlich Formen an.

© Schmilgus

Dr. Oliver Pragal bringt neue Ansätze in die Korruptionsdebatte.

© Schmilgus

Der Bundesvorstand des FVDZ hatte vor diesem Hintergrund für die Vorstandssitzung in München den Hamburger Rechtsanwalt Dr. Oliver Pragal eingeladen, der über „Korruption und Compliance im Gesundheitswesen“ informierte. Dr. Pragal ist Spezialist für den Bereich Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr. Ein Thema, das bereits Gegenstand seiner Dissertation war. Er berät bundesweit Unternehmen bei präventivstrafrechtlichen Fragestellungen und bei der Implementierung von Compliance-Maßnahmen. In seinem Vortrag gab der Rechtsanwalt einen Überblick über Korruptionstatbestände im Gesundheitswesen, sprach über Trends und Risiken und diskutierte die geplanten Gesetzesänderungen mit dem Erweiterten Bundesvorstand des FVDZ.

Interessen der Zahnärzteschaft kommunizieren

Die Vorstandssitzung in München ist traditionell der Ort, wo — angelehnt an die Beschlüsse der Hauptversammlung — in Arbeitsgruppen die wichtigsten berufspolitischen Fragen diskutiert werden. Auf der Tagesordnung standen in diesem Jahr die Themen „Direktabrechnung in der Zahnmedizin“, „Überarbeitung und Weiterentwicklung des vom FVDZ entworfenen Prämienmodells Zahnmedizin“ sowie „Vertragsgestaltung bei der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) und beim Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen (BEMA)“. Die vor Ort gebildeten Teams erörterten Möglichkeiten der Einflussnahme und Positionierung für den FVDZ und besprachen das weitere Vorgehen. Die hier entwickelten Strategien wird der Bundesvorstand in seine Arbeit aufnehmen und im Interesse des Berufsstandes weiterentwickeln und verfolgen.

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© Springer-Verlag 2015

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  1. 1.

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