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, Volume 34, Issue 6, pp 524–526 | Cite as

Onkologische Spitzenforschung – gelingt der Transfer in die Versorgung?

  • Michael BaumannEmail author
Fokus
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Zusammenfassung

Grundlagenforschung ist essenziell, um Krebserkrankungen besser zu verstehen und um Innovationen voranzutreiben. Durch translationale und klinische Forschung können neue Entdeckungen und Erkenntnisse in unterschiedliche bevölkerungs- oder patientenbezogene Strategien umgesetzt werden. Dazu wird in allen Bereichen eine ausgewogene Förderung und darüber hinaus ein abgestimmtes Vorgehen benötigt, um ein translationales Kontinuum zu erreichen. In Deutschland ist die Institutionen- und Sektorenübergreifende Organisation von Krebsforschung und -versorgung zunehmend gut aufgestellt, aber auch sehr komplex. Ein strategischer Ausbau von übergreifenden Strukturen zur Optimierung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Versorgung ist daher unabdingbar. Die Initiative „Nationale Dekade gegen Krebs“ bietet beste Chancen für eine weitere Verbesserung. Wesentliche Punkte dabei sind der weitere Ausbau der nationalen Centren für Tumorerkrankungen, die Stärkung der Vernetzung, Etablierung von Forschungsprogrammen und die erhebliche Stärkung der Präventionsforschung und deren Umsetzung.

Schlüsselwörter

Primärprävention Krebsfrüherkennung Gesundheitsvorsorge Translationale Forschung Klinische Forschung 

Cutting-edge oncology research—is the transfer into patient care succeeding?

Abstract

Basic research is essential to better understand cancer and to drive innovation. Through translational and clinical research, new discoveries and insights can be translated into different population- or patient-based strategies. This requires balanced funding in all areas and, furthermore, a coordinated approach, to achieve a translational continuum. In Germany, the cross-institutional and cross-sector organisation of cancer research and care is increasingly well positioned, but also very complex. A strategic expansion of overarching structures to optimise the transfer of research results into care is therefore indispensable. The National Decade Against Cancer initiative offers the best opportunities for further improvement. Key points here are the further expansion of the National Center for Tumor Diseases, the strengthening of networking, the establishment of research programmes and the considerable strengthening of preventive research and its implementation.

Keywords

Primary prevention Early detection of cancer Preventive health care Translational research Clinical research 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

In den letzten 5 Jahren nahm Dr. Michael Baumann an einer Beiratssitzung der MERCK KGaA (Darmstadt) teil, für die die Universität Dresden ein Reisestipendium erhielt. Darüber hinaus erhielt er Mittel für seine Forschungsprojekte und für Bildungsstipendien an die Universität Dresden von der Teutopharma GmbH (2011–2015), der IBA (2016), der Bayer AG (2016–2018), der Merck KGaA (2014–2030) und der Medipan GmbH (2014–2018). Für das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ, Heidelberg) ist Dr. Michael Baumann im Aufsichtsrat der HI-STEM gGmbH (Heidelberg). Dr. Michael Baumann war oder ist als ehemaliger Vorsitzender von OncoRay (Dresden) und derzeitiger Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ, Heidelberg) für die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Unternehmen und Institutionen weltweit verantwortlich. In dieser Funktion hat er Verträge für sein(e) Institut(e) und für das Personal für Forschungsförderung und/oder Kooperationen mit der Industrie und Wissenschaft weltweit unterzeichnet. In dieser Funktion war/ist er weiterhin für die kommerziellen Technologietransferaktivitäten seines/seiner Institute verantwortlich, einschließlich des DKFZ-PSMA617-Patentportfolios und ähnlicher IP-Portfolios. Dr. Michael Baumann bestätigt, dass keine der oben genannten Geldmitteln für die Erstellung dieses Papiers verwendet wurde.

Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutsches Krebsforschungszentrum, Stiftung des öffentlichen RechtsHeidelbergDeutschland

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