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Durch’s Dorf gejagt

Jugendarbeit in völkischen Affinisierungskontexten

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Zusammenfassung

Der Text blickt zurück auf Dynamiken und (Fach‑) Debatten seit den 1990er Jahren. Hiervon ausgehend werden spezifische Erfahrungen und wichtige konzeptionelle Bezugspunkte in der aktuellen sozialpädagogischen Auseinandersetzung mit Neonazismus und völkisch-nationalistischen Haltungen in den Kontexten der Jugendarbeit in Sachsen beschrieben. Im letzten Teil wird dargelegt, wie es möglich wäre, lebensweltnahe Demokratiebildung mit herausfordernden Bezügen zu Jugendlichen in lokalräumlichen Affinisierungskontexten zu gestalten.

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Notes

  1. 1.

    Dieses und die folgenden Zitate finden sich auf Twitter unter dem #baseballschlaegerjahre (Zugriff 15.11.2019).

  2. 2.

    So begeht auch die Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten (AGJF) Sachen e. V. als Dach- und Fachverband für die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Sachsen 2020 ihr 30-jähriges Bestehen.

  3. 3.

    Diese und die folgenden Aussagen einsehbar unter https://sachsen.nsu-watch.info/index.php/2018/09/10/bericht-37-sitzung-3-september-2018/#bind, Zugriff 15.11.2019.

  4. 4.

    Vgl. hierzu das Papier „Situation der Jugendarbeit gemäß § 11 SGB VIII im Freistaat Sachsen – eine Bestandsaufnahme“ des Sächsischen Staatministeriums für Soziales und Verbraucherschutz (2019).

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Dietrich, K. Durch’s Dorf gejagt. Sozial Extra (2020). https://doi.org/10.1007/s12054-020-00265-8

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Schlüsselwörter

  • Jugendarbeit
  • Demokratiebildung
  • Neonazismus
  • Ablehnungshaltungen