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Sozial Extra

, Volume 43, Issue 1, pp 74–79 | Cite as

Für eine Jugendarbeit im Sinne der Emanzipation

Eine politische Positionierung der Jugendarbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus
  • Albert ScherrEmail author
Einblick
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Die Ereignisse in Chemnitz und Köthen im Spätsommer 2018 waren für niemanden überraschend, der sich seit längerem mit der Situation in Sachsen befasst. Denn nationalistische, rassistische und antidemokratische Tendenzen können sich dort ausbreiten und auf lange Dauer stabilisieren, wo die Gegenkräfte eher schwach sind. Dies ist – nicht nur, aber auch in Sachsen – politisch mitverschuldet: Versuche, aktiv gegen rechtsextreme Entwicklungen vorzugehen, wurden von der sächsischen Landespolitik immer wieder unter Legitimationsdruck gesetzt und auch aktiv behindert.

Exemplarisch deutlich wird dies an diesem Beispiel: 2011 ist vom damals CDU-geführten Bundesfamilienministerium die sogenannte Extremismusklausel beschlossen worden, was in Sachsen dazu führte, dass die Mittelvergabe bei Förderprogrammen konsequent von der Unterzeichnung einer Demokratieerklärung abhängig gemacht wurde. Das bedeutete konkret z. B., dass Referent_innen bei Veranstaltungen schriftlich ihr Bekenntnis zur...

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Authors and Affiliations

  1. 1.Pädagogische Hochschule Freiburg, Institut für SoziologieFreiburgDeutschland

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