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ERA Forum

, Volume 10, Issue 4, pp 513–524 | Cite as

Die staatliche Regulierung des Glücksspielmarktes mit Blick auf die gemeinschaftsrechtlichen Kohärenzanforderungen an Staatsmonopole

  • Christian KoenigEmail author
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Zusammenfassung

Der Aufsatz befasst sich mit den gemeinschaftsrechtlichen Rechtfertigungsanforderungen an staatliche Glücksspielmonopole am Beispiel des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland. Dabei wird zunächst das Spannungsverhältnis zwischen dem Ziel der Abwehr und Bekämpfung von Suchtgefahren und den fiskalischen Interessen auf der Seite der Bundesländer aufgezeigt. Im Rahmen der Rechtfertigung werden insbesondere die gemeinschaftsrechtlichen Anforderungen an die Kohärenz staatlicher Beschränkungsmaßnahmen präzisiert und die Bedeutung der mitgliedstaatlichen Darlegungs- und Untersuchungslast betont. Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass eine Marktzugangssperre im Bereich von Glücksspielen mit geringen Suchtgefahren aufgrund der fehlenden Kohärenz des deutschen Glücksspielrechts nicht gerechtfertigt ist.

Schlüsselwörter

Glücksspiel Glücksspielsucht Fiskalische Interessen Verhältnismäßigkeit Kohärenz 

The national regulation of the gambling market in view of the requirements of Community law for coherence of government monopolies

Abstract

The article deals with the justification requirements of government monopolies using the example of the ,,Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland“. As a basis, the author points out that the aim of fighting gambling addiction is at conflict with the fiscal interests of the German states. In the context of the justification the author defines especially the requirements of Community Law for coherence of national restriction measures and points out the burden of demonstration and examination of the member states. The author comes to the conclusion that an exclusion of commercial providers of games of chance with low potential of gambling addiction is not justified due to the incoherence of the German gambling law.

Keywords

Gambling Gambling addiction Fiscal interests Proportionality 

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Copyright information

© ERA 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Zentrum für Europäische IntegrationsforschungBonnDeutschland

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