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Publizistik

pp 1–8 | Cite as

Medienstrukturen quo vadis?

Ein Debattenbeitrag
  • Leyla DogruelEmail author
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Die Frage, wie sich unsere Disziplin vor dem Hintergrund des „digitalen Wandels“ konzeptuell und methodisch weiterentwickeln kann und sollte, hat eine lebhafte Diskussion über die Zukunft der Kommunikationswissenschaft angeregt (vgl. insbes. die Beiträge zur Selbstverständnisdebatte in der Publizistik, u. a. Strippel et al. 2018; Krüger und Meyen 2018; Theis-Berglmair 2016; Hepp 2016). In institutioneller Hinsicht beobachten wir diverse fachdisziplinäre Ausdifferenzierungsprozesse: die Gründung neuer Fachgruppen, Divisions oder Sections in nationalen und internationalen Fachgesellschaften, die Einrichtung neuer Fachzeitschriften (wie z. B. des Computational Communication Research Journal), die Denomination von Professuren, die sich an den gegenwärtigen „Trends“ der kommunikationswissenschaftlichen Forschung orientieren und nicht zuletzt auch an der Einrichtung neuer (interdisziplinärer) Studiengänge. Damit setzt zwangsläufig auch ein Aushandlungsprozess darüber ein, wie die knappen...

Notes

Danksagung

Ich danke Dirk Arnold für seine Kommentare zu einer früheren Version dieses Beitrags.

Literatur

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Copyright information

© The Editors of the Journal 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für PublizistikJohannes Gutenberg-UniversitätMainzDeutschland

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