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Editorial

  • Ruth Ayaß
Editorial

Die visuelle Soziologie hat bislang ein wechselhaftes Schicksal erfahren. Das in der ersten Auflage des „Wörterbuchs der Soziologie“ enthaltene Lemma zu visueller Soziologie von Berghaus (1989) verschwand 2002 bei der überarbeiteten zweiten Neuauflage des Lexikons ersatzlos; es wird erst in der dritten Auflage einen im Umfang allerdings ziemlich lädierten Wiedereinzug halten können (Ayaß2012, in Druck). Das Entfallen des Lexikoneintrags weist darauf hin, dass die visuelle Soziologie in der deutschsprachigen Soziologie zu diesem Zeitpunkt keine besonders solide Verankerung hatte. Diesen Eindruck konnten auch die zunächst vereinzelt aufscheinenden empirischen und theoretischen Beiträge zur soziologischen Analyse stehender und bewegter Bilder nur bedingt ändern (etwa Bohnsack2003 mit der dokumentarischen Methode und Müller-Doohms bildhermeneutische Verfahren1993). In den USA konnten sich zwar visuelle Verfahren früher als in der deutschsprachigen Soziologie entwickeln (z. B. Harper1982,1988), aber auch dort waren visuelle Ansätze lange Zeit in der Defensive. Dabei hatte die amerikanische Soziologie zu Beginn anscheinend keine Schwierigkeiten mit Bildern: Wie Stasz (1979) anhand der Jahrgänge 1896 bis 1916 des „American Journal of Sociology“ zeigt, spielten in den ersten zwanzig Erscheinungsjahren dieser Zeitschrift Fotografien eine ganz erhebliche Rolle. In zahlreichen Beiträgen wurden Fotografien als Beleg oder zur Illustration eingesetzt. In insgesamt 31 Aufsätzen wurden 244 Fotografien verwendet, die Fälle nicht mitgerechnet, in denen Fotografien ein mechanisches Detail veranschaulichten oder Portraits von Soziologen, meist in Nachrufen, zeigten. Essays mit Fotografien wurden oft sogar an einer „lead position“ platziert (Stasz1979, S. 120).

Die spätere Abstinenz der Soziologie gegenüber visuellen Daten und Argumenten ist durchaus bemerkenswert, beachtet man Howard Beckers Hinweis auf das gemeinsame Geburtsjahr von Fotografie und Soziologie im Jahr 1839 – zumindest wenn man mit Becker die Entstehung der Fotografie auf den Zeitpunkt datiert, zu dem Daguerre das Verfahren, ein Bild auf eine Metallplatte zu fixieren, entdeckte (die „Daguerrotypie“), und die ‚Geburt‘ der Soziologie auf die erstmalige Verwendung dieses Neologismus durch August Comte. Die beiden neu entstandenen Verfahren gesellschaftlicher Betrachtung hatten ein vergleichbares Anliegen, so Howard Becker: „the exploration of society“ (1974, S. 3). Die besondere Bedeutung visueller Elemente für die Soziologie lässt sich auch mit Simmel begründen, der in seinem „Exkurs über die Soziologie der Sinne“ die besondere Rolle des Auges (gegenüber dem Ohr) betonte und dem Antlitz eine zentrale Rolle zuschrieb. Simmel spricht von der besonderen „Ausdrucksbedeutung desAntlitzes“ (1908, S. 485), das Antlitz sei „das wesentliche Objekt des interindividuellen Sehens“; er spricht weiter von einem „unermesslichen Übergewicht des Sehens über das Hören anderer“ (1908, S. 486). Offensichtlich war die Soziologie zunächst ‚zum Sehen geboren‘, dann allerdings musste man sie ‚zum Schauen bestellen‘.

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In der Geschichte der Soziologie gab es immer wieder vereinzelte theoretische Auseinandersetzungen mit visuellen Themen, vor allem mit dem Status der Fotografie für Soziologie (und Gesellschaft) (etwa Bourdieu1965; Becker1974; Freund1979 u. a.). In der Ethnologie und Sozialanthropologie hingegen wurden visuelle Daten nicht theoretisiert, sondern empirisch fortwährend produziert. Für ethnologische Untersuchungen war es seit den 1920er-Jahren eine Selbstverständlichkeit, dem geschriebenen Text Fotografien beizufügen, obwohl das Fotografieren, Aufbewahren und Transportieren von Apparaturen und Negativen, vor allem bei tropischen Temperaturen, mit erheblichem Aufwand und Risiken verbunden waren. In vielen dieser Untersuchungen, etwa in Malinowskis Studien zu den Trobriand-Inseln (z. B.1922), folgen die Fotografien – im frontalen Verhältnis von Kamera und Objekt und dem Arrangement der fotografierten Personen – den Konventionen der europäischen Portrait- und Gruppenfotografie, wobei der Autor dem Leser erklärt, was auf dem Foto zu sehen ist (bei Malinowski zum Beispiel: „Zwei mit Halsketten geschmückte Frauen“). Nicht selten ist auch der Forscher im Bild zu sehen. Im Kontext der „Writing Culture“-Debatte, in welcher in erster Linie das ethnographischeSchreiben problematisiert wurde, wurde aber auch der autoritative Gestus ethnographischerBilder (Fotografien und Skizzen) hinterfragt. Clifford Geertz bezeichnet zum Beispiel Evans-Pritchards Nuer-Studie (1940) wegen ihrer enorm persuasiven Rhetorik als „Laterna-magica-Ethnographie“ (1993, S. 67) und wegen ihrer graphischen Darstellungen als „anthropologisches Geometriebuch“ (ebd., S. 70).

Es sind vor allem empirische Studien aus Soziologie und Sozialanthropologie, welche für die visuelle Soziologie von beispielhafter Bedeutung sind. Besonders beeindruckend ist „Balinese Character“ von Gregory Bateson und Margaret Mead aus dem Jahr 1942. Diese Studie ist bis heute in Ansatz, Durchführung und Reichweite unübertroffen (zum Ausnahmestatus dieser Untersuchung siehe auch Wolff1991). „Balinese Character“ arrangiert insgesamt 759 Fotografien in 100 thematischen „plates“. Bateson und Mead hatten während ihres Feldaufenthalts in Bali insgesamt 25.000 Fotos gemacht und 22.000 Fuß 16-mm-Film gedreht (1942, S. 49). Es war das erste Mal, dass eine solche Menge visuellen Materials für eine empirische Untersuchung produziert wurde, und es war das erste Mal, dass sich eine solche Menge visuellen Materials auch in einer Publikation wiederfand. Bemerkenswert ist in „Balinese Character“ (neben der Bildqualität und dem Großformat des Buchs) vor allem der Status, der den Bildern durch ihr Arrangement zuteilwird: Die „plates“ werden von einem eher spärlich wirkenden Text begleitet, der, auch dies ist neu, nicht indexikalisch als Bildlegende einzelnen Fotos zugeordnet wird und ‚erklärt’, was auf ihnen zu sehen ist bzw. gesehen werden soll. Die Fotos illustrieren nicht einfach ein schriftlich artikuliertes Argument, sie tretenselbst als Erkenntnisressource und damit als Argument auf.

Bei „Balinese Character“ handelt es sich um ethnographische Fotografien, welche vom Forscher selbst zum Zwecke der Untersuchung erzeugt wurden. Mit dieser Tradition der ethnographischen Fotografie bricht die Untersuchung „Through Navajo Eyes“ von Worth und Adair (1972). Sie hatten während ihres Feldaufenthaltes zunächst Filme und Fotografien der Navajo ganz im Sinne der klassischen Ethnographie hergestellt. Bei einer Vorführung im Dorf selbst wurden sie jedoch von den Reaktionen der Navajo überrascht. Die Zuschauer erkannten sich und ihre Kultur in den Bildern nicht. Eine Informantin erklärte, sie habe den Film nicht verstanden, weil er auf Englisch gewesen sei – es handelte sich wohlgemerkt um einen Stummfilm. Worth und Adair stellten daraufhin das Design ihrer Untersuchung um. Sie gaben die Kameras aus der Hand und ließen, nach kurzer technischer Einweisung, die Navajo selbst Filme ihrer eigenen Kultur herstellen. Das Ergebnis sind Filme und Fotos „through Navajo eyes“. Diese Filme weisen für unsere Sehgewohnheiten verblüffende Einstellungen sowie überraschende narrative Montagen auf. „Through Navajo Eyes“ zeigt, dass Sehen, Gesehenwerden und Zeigen kulturelle Angelegenheiten sind. Kulturell bedingte Sehgewohnheiten führen in den Fotos und Filmen der Navajo unter anderem dazu, dass Face-Close-Ups fehlen – Augenkontakt gilt in ihrer Kultur als gesichtsbedrohend, was sich auch in den filmischen Selbstdarstellungen niederschlägt. Im Gegenzug dominieren „walking sequences“, die gehende Personen, in der Landschaft verschwindend und von hinten zeigen, oder unerwartet kleinteilige Detailaufnahmen von Pferden (ein halber Huf etwa).

Mit einem dritten (visuellen) Datentyp befasst sich Goffman in seiner Untersuchung über Geschlecht und Werbung. Bei Werbefotographien handelt es sich um „undesigned records“ im Sinne William Thomas’, sie werden ohne Zutun des Forschers erzeugt und brauchen quasi nur mehr eingesammelt werden. Goffmans Untersuchung wurde 1976 erstmals als Aufsatz in der Zeitschrift „Studies in the Anthropology of Visual Communication“ publiziert (in einem Querformat, das Fotografiealben ähnelt, und mit einem Vorwort von Sol Worth, das in der Buchfassung von 1979 nicht übernommen wurde). Goffman gruppiert in diesem Buch über 500 Fotografien, vorzugsweise Presse- und Werbefotografien, zu thematischen Blöcken wie „relative Größe“ (der abgebildeten Personen) oder „Die Familie“. Die besondere Stärke des Buches liegt in der Analyse ‚natürlich vorkommender‘ bildlicher Darstellungen (eben der Fotografien), die aber, so Goffmans Argument, keineswegs ‚natürliche‘ Interaktionen zeigen, sondern ritualisierte Darstellungen ritualisierter Alltagssituationen – Hyperritualisierungen eben (1981, S. 18).

Die drei genannten Studien machen deutlich, wie verschieden allein der methodische Status von visuellen Daten in empirischen Untersuchungen sein kann. Er reicht von quasi elizitiertem Material bis zu im Feld ‚natürlich‘ und ohne Zutun des Forschers vorkommenden ‚Daten‘ (die in diesem Fall tatsächlich das ‚datum‘, das ‚Gegebene‘, sind).

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Die spezifische Materialität dieses neuen Datentyps – die bewegten und nicht bewegten Bilder – stellte die Soziologie, die sich methodisch und methodologisch mit Visualität auseinandersetzen musste, vor ein nicht unerhebliches Problem. Die soziologischen Methoden waren (und sind dies teils heute noch) aufverbales Material fixiert, sei es schriftlicher oder mündlicher Art. In ihren klassischen Ausprägungen erzeugen zum Beispiel Konversationsanalyse und objektive Hermeneutik mündliches, mittels Tonbändern auditiv fixiertes Material. Während diese Methoden das Aufgezeichnete ‚nur‘ in Transkripte und damit Gesprochenes in Geschriebenes transformieren müssen, muss hingegen die Ethnographie das Soziale zuerstselbst versprachlichen – Kalthoff (2006) und Hirschauer (2001) haben dies ausführlich diskutiert. Das Interview muss zudem überhaupt erst eine Versprachlichung elizitieren, die etwas hervorbringt, was sonst möglicherweise gänzlich ungesagt geblieben wäre. Das Gehörte muss dann im Prozess seiner methodischen Weiterverarbeitung in Geschriebenes überführt werden und unterliegt damit einer weiteren Transformation. Der Logozentrismus der soziologischen Methoden ist damit schon für die traditionellen (qualitativen) methodischen Verfahren eine sich in mehreren Schritten vollziehende komplexe Angelegenheit, die für die einzelnen Methoden durchaus verschieden sein kann. Soziologische Methoden, qualitative zumal, erzeugen gesprochene und geschriebene Sprache (oder umgehen, im Fall der Textanalyse, diesen Schritt und widmen sich direkt dem Geschriebenen).

Dieser Logozentrismus hat sich mit dem Aufkommen visueller Analysen keinesfalls vereinfacht, müssen nun auch noch systematisch visuelle Elemente in Sprache überführt werden. Die Analyse visueller Materialien ist insgesamt ein vergleichsweise neuer Ansatz im (qualitativen) Methodenkanon der Soziologie. Es gab, wie erwähnt, vereinzelt Ansätze, die Visualität nicht auf rein theoretischem Weg zu erfassen versuchten, sondern eine spezifische Bildmethodik forcierten. Inzwischen lässt sich aber beobachten, dass in vielen etablierten Methoden, und zwar zunächst teils unabhängig von einem spezifischen inhaltlichen Interesse an Visualität als Methode, eine Visualisierung des Materials erfolgt. So sind mittlerweile in der Konversationsanalyse Untersuchungen, die ausschließlich mit Tonbandaufzeichnungen arbeiten, in der Minderheit. In der Ethnographie hingegen spielten Videokamera und Fotoapparat zwar schon immer eine zentrale Rolle, nunmehr aber mit veränderter, vor allem reflexiver Funktion und einem ganz anders gelagerten Erkenntnisinteresse, das den Film und die Fotografie nicht weiter als dokumentarischen Beleg, sondern vielmehr als Ressource versteht (zum Status des dokumentarischen und ethnographischen Films siehe Schändlinger1998; Mohn2002). Von dieser konsequenten Visualisierung der (qualitativen) Methoden nimmt sich derzeit allein das Interview als Methode offensichtlich aus, was insofern eigentümlich ist, als das Interview als ein Inter-view eigentlich auf wechselseitige Sichtbarkeit angelegt ist (das Wort stammt vom frz. „entrevu“ ab, das seinerseits auf das Verb „entrevoir“ zurückgeht) und vor allem sehr offene Interviewformen von einer visuellen Aufzeichnung des Interviews enorm profitieren könnten – man denke nur an Fritz Schützes Idee des szenischen Darstellens in biographischen Erzählungen im narrativen Interview (Schütze1987).

Die Visualisierung der qualitativen Methoden wurde nicht auf Anhieb aus methodischem Interesse betrieben oder von methodologischen Überlegungen zur Materialität der Daten begleitet. Der Einsatz der Videokameras in der Konversationsanalyse zum Beispiel war nicht einervisuellen Fragestellung geschuldet, sondern einem gesteigerten (inhaltlichen) Interesse an der Geordnetheit nicht nur der (sprachlichen) Konversation, sondern der auch maßgeblich durch Gestik, Mimik, körperlichen Orientierung, Blickverhalten etc. bestimmten (‚multimodalen‘) Interaktion. Am Beispiel der Konversationsanalyse wird aber auch deutlich, wie sehr diese methodische Veränderung des Datentyps den Gegenstandsbereich und die Reichweite einer ganzen Methode veränderte (s. insbesondere Goodwin und Goodwin1996; Goodwin2000).

Diese Fokusverschiebung erfolgte insofern ‚opportunistisch‘, als sie der allgemeinen technischen Entwicklung der Aufnahme- und Wiedergabegeräte folgte, was aber bald schon zu methodologischen Diskussionen über diesen neuen Datentyp führte (z. B. Knoblauch et al.2006). Die visuelle Soziologie im Allgemeinen und visuelle Methoden im Speziellen profitieren hier in doppelter Weise von der Omnipräsenz von Medien.Zum einen lassen sich visuelle Phänomene und der Umgang mit visuellen Elementen in Alltag und Institutionen allein deswegen einfacher beobachten, weil sie allgegenwärtig geworden sind und nicht mehr nur in schwer zugänglichen Enklaven stattfinden, wie das früher bei der privaten Mediennutzung im Wohnzimmer oder dem Telefonieren in einer Telefonzelle der Fall war. Visualität ist auch deswegen omnipräsent, weil sich der Gebrauch vieler Medien und technischer Geräte informalisiert und demokratisiert hat, eine Entwicklung, die Boerdam und Oosterbaan Martinius (1980) zunächst für Fotoapparate beschrieben haben, die aber für viele weitere ‚Apparate‘, etwa Telefon, Computer resp. deren technische Weiterentwicklungen (Mobiltelefon und Tablet-PC etc.), nicht minder gilt. Die Omnipräsenz und die technische Verbesserung visueller Apparate bedeutetzum anderen für visuelle Methoden eine spürbare Vereinfachung und Erleichterung für die Materialsammlung in empirischen Studien – teils im wörtlichen Sinn, insofern als nicht mehr koffergroße, benutzerunfreundliche Aufnahmegeräte mit auffälligen Mikrophonen ins Feld verbracht werden müssen. Die Miniaturisierung der Geräte und Apparaturen reduziert auch ihre Aufdringlichkeit in der sozialen Situation selbst: Je kleiner der Apparat und das Mikrophon, desto unaufdringlicher kann im Idealfall eine Aufzeichnung stattfinden. Darüber hinaus führt die Omnipräsenz der Medien und Geräte im Alltag auch dazu, dass die Aufzeichnungsgeräte des Forschers oft nicht die ersten und einzigen im Feld sind, weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen und von den Beteiligten daher sehr viel umstandsloser normalisiert werden können.

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In ihrem Lexikoneintrag aus dem Jahr 1989 hatte Margot Berghaus betont, dass der Begriff „visuelle Soziologie“ sehr heterogen sei. Er könne sich 1) auf eine theoretische Herangehensweise beziehen, 2) den methodischen Zugang meinen oder aber 3) den Datentyp. Für die vorliegenden Beiträge ist bezeichnend, dass jeder für sich diese drei Ebenen bearbeitet. Sie lassen sich nicht nur theoretisch oder nur methodologisch oder nur empirisch verorten; sie verbinden vielmehr diese Aspekte und treiben damit Theorie, Methode und empirisches Erkenntnisinteresse gleichzeitig voran. Die Autoren und Autorinnen dieses Heftes beziehen sich auf verschiedene theoretische Hintergründe, sie verwenden unterschiedliche Methoden, und sie widmen sich verschiedenen materialen Gegenständen. Die Beiträge zu diesem Heft belegen damit eindrucksvoll die Lebendigkeit und Vielfalt der visuellen Soziologie und der visuellen methodischen Verfahren in der deutschsprachigen Soziologie.

Zum Gelingen dieses Heftes haben mehrere Gutachter beigetragen, zuerst mit der Begutachtung der Exposés und schließlich der vollständigen Manuskripte. Ihnen gilt mein Dank.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Kultur-, Literatur- und MusikwissenschaftUniversität KlagenfurtKlagenfurtÖsterreich

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