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Feindliche Übernahme? Krankenhauspflege in Zeiten der Ökonomisierung

  • Sebastian StarystachEmail author
  • Stefan Bär
Abhandlungen
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Zusammenfassung

Im Diskurs zur Ökonomisierung des deutschen Gesundheitswesens wird die These vertreten, dass die auf systemischer und organisationaler Ebene eingeführten Prinzipien des Wirtschaftens sich auch in die Krankenversorgung übersetzen. Der Beitrag prüft mit Hilfe einer qualitativen Analyse, in welcher Form Prinzipien des Wirtschaftens in Handlungsorientierungen des Krankenhauspflegepersonals an Bedeutung gewinnen. Dabei dient die Ökonomisierungstheorie von Schimank und Volkmann als theoretischer Rahmen. Es zeigt sich, dass Prinzipien des Wirtschaftens normativ abgelehnt werden und in der Krankenversorgung nicht systematisch zur Geltung kommen. Zwar wird diffuser Ökonomisierungsdruck durch veränderte Arbeitsbedingungen wahrgenommen, in der Krankenversorgung wird aber weiterhin feldeigenen Kriterien eines pflegerischen Ethos gefolgt. Einer bruchlosen Institutionalisierung von ökonomischen Orientierungen in der Krankenversorgung stehen traditionelle Ordnungsprinzipien im Wege. Theoretische Schlussfolgerung ist, dass das Erklärungsmodell davon profitieren könnte, Mechanismen der Reproduktion und De-Institutionalisierung geltender Ordnungsprinzipien umfangreicher zu berücksichtigen. Insgesamt zeigt die Analyse aber auf, dass insbesondere die von Schimank und Volkmann vorgeschlagene Ökonomisierungsskala eine instruktive Heuristik ist, um gesellschaftliche Ökonomisierungsdynamiken empirisch zu untersuchen.

Schlüsselwörter

Ökonomisierungstheorie Ökonomisierung DRG Gesundheitssystem Gesundheitswesen Krankenhaus Krankenbehandlung Pflege Arbeitsbedingungen 

Hostile Takeover? Hospital Care in Times of Commodification

Abstract

The current research concerning the commodification processes within the German public health care sector assumes that economic principles, which were introduced to the systemic and organizational level, will also diffuse to the daily practice of health care. With the help of a qualitative analysis, this paper examines the extent to which economic principles are gaining in importance in the mind-set of hospital nursing staff. The commodification theory of Schimank and Volkmann serves as the theoretical framework. The analysis shows that economic principles are normatively rejected and are not systematically applied. Although nurses perceive diffuse economic pressure on the level of working conditions, concerning their medical task they still act according to their professional ethos. Traditional regulatory principles stand in the way of a seamless institutionalization of economic orientations in health care. The theoretical conclusion is that the explanatory model could benefit from taking greater account of the mechanisms of re-production and de-institutionalization of existing regulatory principles. Overall, however, the analysis shows that in particular the commodification scale proposed by Schimank and Volkmann is an instructive heuristic tool for investigating dynamics of commodification.

Keywords

Commodification Theory of commodification DRG Public health care Public health system Hospital Medical care Nursing Working conditions 

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Max-Weber-Institut für SoziologieRuprecht-Karls-Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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