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Gesellschaftstheorie

  • Thomas Kilian
Rezension
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Reckwitz, Andreas:

Die Gesellschaft der Singularitäten. Berlin: Suhrkamp 2017. 479 Seiten. ISBN: 978-3-518-58706-5. Preis: € 28,–.

„Erzähle eine Geschichte aus Deinem Leben“, pflegen Journalisten Kollegen zu empfehlen, die um ein Thema verlegen sind. Andreas Reckwitz hat die Geschichte seines Lebens als Zeitdiagnose verpackt. Der 1970 geborene Soziologe und Kulturwissenschaftler kontrastiert die Gegenwart mit seiner Kindheit. Die Schilderung ergibt allerdings keine Theorie, sondern eine dichte, etwas hypothesenarme Beschreibung des Gesellschaftsbildes und der Mentalität der jüngeren, akademischen und kulturaffinen Mittelschicht. Als solche wäre das Buch ein ziemlicher Wurf, das manche Diskussion anregen könnte. Der Anspruch einer Gesellschaftsanalyse ist freilich übertrieben. Unter der Oberfläche singulärer Erlebniswelten gibt es wohl noch mehr zu entdecken. Reckwitz erspart jedenfalls den jungen Akademikern allen Tadel, den sie nicht ausdrücklich selbst vorbringen. Die danken es...

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Authors and Affiliations

  1. 1.BerlinDeutschland

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