Prävention und Gesundheitsförderung

, Volume 5, Issue 3, pp 215–222 | Cite as

Gesundheit und Gesundheitsverhalten bei Beschäftigten an den Universitäten Freiburg und Karlsruhe

Ausgewählte Ergebnisse zweier Mitarbeiterbefragungen
Schwerpunkt
  • 393 Downloads

Zusammenfassung

Hintergrund

Ergebnisse zweier Mitarbeiterbefragungen an den Universitäten Karlsruhe und Freiburg dienten dem Vergleich von Aspekten der subjektiven Gesundheit, der Arbeitsumgebung, des Gesundheitsverhaltens in Abhängigkeit von individuellen und Arbeitsplatzfaktoren. Ebenso sollte der Handlungsbedarf für Maßnahmen der Gesundheitsförderung im Setting Universität ermittelt werden.

Material und Methoden

Mittels eines an das SALSA-Instrument adaptierten und (in Freiburg) teilweise ergänzten Fragebogens wurde an beiden Universitäten das Verwaltungs- und technische Vollzeitpersonal schriftlich befragt.

Ergebnisse

Die beiden Beschäftigtenkollektive unterscheiden sich hinsichtlich ihrer subjektiven Gesundheit nicht bedeutsam und zeichnen sich insgesamt durch einen guten Gesundheitszustand aus. Zwischen den Angehörigen technischer Berufe und der Verwaltungsberufe stellten sich keine großen Unterschiede im subjektiven Gesundheitsstatus und im Gesundheitsverhalten heraus. Der Handlungsbedarf des Arbeitgebers wird in beiden Einrichtungen unterschiedlich gewichtet.

Schlussfolgerung

Trotz unterschiedlich hoher Rücklaufraten sind die Ergebnisse gut vergleichbar und lassen eher auf eine positive Einschätzung der subjektiven Gesundheit schließen. Die Benennung subjektiver Handlungsbedarfe sollte es dem jeweiligen Arbeitgeber ermöglichen, im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements gezielte Angebote zu unterbreiten und ggf. Verbesserungen vorzunehmen. Mitarbeiterbefragungen sollten ein kontinuierlich eingesetztes Instrument des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sein.

Schlüsselwörter

Mitarbeiterbefragung Arbeitsplatzbezogene Gesundheit Verwaltungsberufe Technische Berufe Setting Universität 

Health and health behaviour of employees at Freiburg and Karlsruhe Universities

Selected results of two employee surveys

Abstract

Background

Results of two employee surveys at Karlsruhe and Freiburg Universities (Baden-Wuerttemberg, Germany) were evaluated. The comparative approach offered the chance to compare work-related health and health behaviour due to individual and job factors. Another aim of the study was to ascertain the need for health promotion activities in the university setting.

Material and methods

An adapted version of the SALSA questionnaire, with additional questions in Freiburg about preventive health behaviour, was applied in both universities in full-time clerks and technical staff.

Results

Both collectives do not differ significantly in their reported (good) state of health. No greater differences in subjective health and health behaviour could be observed in the different professional groups. The need for future action in health promotion was seen differently in the Karlsruhe and Freiburg samples.

Conclusion

Despite the different response rates the results for Karlsruhe and Freiburg Universities are comparable in most aspects and show positive outcomes. Designating specific health promotion needs should permit the management in both universities to offer appropriate measures and initiate improvements.

Keywords

Employee survey Work-related health Clerks Technical professions University setting 

Notes

Interessenkonflikt

Der korrespondierende Autor gibt an, dass kein Interessenskonflikt besteht.

Literatur

  1. 1.
    Borg I (2003) Führungsinstrument Mitarbeiterbefragung. Hogrefe, GöttingenGoogle Scholar
  2. 2.
    Doelfs P (2010) Mitarbeiterbefragung als Instrument zur Messung von Sozialkapital im Krankenhaus. In: Hofmann F, Reschauer G, Stößel U (Hrsg) Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst, Bd. 23. Edition FFAS, Freiburg, S 22–27Google Scholar
  3. 3.
    Heinichen S, Hildebrand C, Bös K (2006) Betriebliche Gesundheitsförderung an baden-württembergischen Hochschulen – eine Umfrage. In: Krämer A et al (Hrsg) Gesundheitsförderung im Setting Hochschule – Wissenschaftliche Instrumente, Praxisbeispiele und Perspektiven. Juventa, Weinheim München, S 153–163Google Scholar
  4. 4.
    Hildebrand C, Gröben F (2006) Betriebliche Gesundheitsförderung an Hochschulen: Das Modell der Universität Karlsruhe (TH). Bewegungstherapie Gesundheitssport 22:138–141CrossRefGoogle Scholar
  5. 5.
    Hildebrand C (2009) Kurzbericht zur Mitarbeiterbefragung 2007. http://www.sport.uni-karlsruhe.de/gesunde-uni/download/Gesunde_UniBefragungsergebnisse.pdf?PHPSESSID=31277abc6daf8bf5c1012079270a7e19 (Seitenabruf vom 21.7.2009)Google Scholar
  6. 6.
    Karasek RA, Theorell T (1990) Healthy work: stress, productivity, and the reconstruction of working life. Basic Books, New YorkGoogle Scholar
  7. 7.
    Lincke H, Stößel U (2007) Gesundheitsförderung im Setting Universität aus Sicht von Schlüsselpersonen. Prävention 30:83–86Google Scholar
  8. 8.
    Michaelis M, Stößel U (2009) Arbeit und Gesundheit bei Universitätsbeschäftigten – Ergebnisse einer MitarbeiterInnenbefragung an der Universität Freiburg. Arbeitsmed Sozialmed Umweltmed 44:153Google Scholar
  9. 9.
    Nübling M, Stößel U, Hasselhorn HM et al (2006) Measuring psychological stress and strain at work: Evaluation of the COPSOQ Questionnaire in Germany. GMS Psychosocial Medicine http://www.egms.de/en/journals/psm/2006–3/psm000025.shtmlGoogle Scholar
  10. 10.
    Nübling M, Stößel U, Hasselhorn HM et al (2005) Methoden zur Erfassung psychischer Belastungen – Erprobung eines Messinstrumentes (COPSOQ). Wirtschaftsverlag NW, BremerhavenGoogle Scholar
  11. 11.
    Rimann M, Udris I (1997) Subjektive Arbeitsananalyse: Der Fragebogen SALSA. In: Strohm O, Ulich E (Hrsg) Unternehmen arbeitspsychologisch bewerten: Ein Mehr-Ebenen Ansatz unter besonderer Berücksichtigung von Mensch, Technik und Organisation. vdf Hochschulverlag, ZürichGoogle Scholar
  12. 12.
    Siegrist J (1996) Soziale Konflikte und Gesundheit. Hogrefe, GöttingenGoogle Scholar
  13. 13.
    Stößel U, Lincke HJ, Lange B, Kern A (2008) Gesundheits- und Leistungsförderung im Setting Universität – Freiburger Pilotstudie zur Entwicklung einer „Gesundheits- und leistungsfördernden Hochschule“. In: Hofmann F, Reschauer G, Stößel U (Hrsg) Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst, Bd. 21. edition FFAS, Freiburg, S 96–105Google Scholar
  14. 14.
    Stößel U, Lincke HJ, Lange B, v Troschke J (2007) Gestaltungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Leistungs- und Gesundheitsförderung an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (unveröffentlichter Projekt-Abschlußbericht)Google Scholar
  15. 15.
    Stößel U (2009) Arbeit und Gesundheit bei Beschäftigten der Universität Freiburg – Ergebnisse einer ersten Beschäftigtenbefragung. In: Hofmann F, Reschauer G, Stößel U (Hrsg) Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst, Bd. 22. Edition FFAS, Freiburg, S 250–257Google Scholar
  16. 16.
    v Zerssen D (1976) Die Beschwerdenliste. Manual. Beltz-Verlag, WeinheimGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung Medizinische SoziologieUniversität FreiburgFreiburgDeutschland
  2. 2.Institut für Sport und SportwissenschaftUniversität KarlsruheKarlsruheDeutschland
  3. 3.Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und SozialmedizinFreiburgDeutschland

Personalised recommendations