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Orale Antikoagulation

Patienten mit VHF sind unterversorgt

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Trotz vorhandener Indikation erhalten nicht wenige Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) keine Antikoagulation.

„Immer noch wird ein Drittel der Patienten mit Vorhofflimmern nicht antikoaguliert und ungefähr 10% erhalten eine Plättchenhemmung “, stellte Dr. Anselm Gitt, Ludwigshafen, fest. Laut Leitlinien soll bei nicht-valvulärem VHF je nach CHA2DS2- VASc-Score eine Antikoagulation erfolgen. Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAK) sind den Vitamin- K-Antagonisten vorzuziehen. Acetylsalicylsäure (ASS) wird für Patienten mit niedrigem CHA2DS2-VASc-Werten nicht mehr empfohlen. Im Jahr 2016 sind laut GARFIELD-Register die Verordnungen der NOAKs auf 36% gestiegen und die der Vitamin-K-Antagonisten von 36% auf 20% gesunken, erklärte Gitt. Für ihn bedeutet das jedoch, dass trotz Leitlinienempfehlungen immer noch Vitamin-KAntagonisten verordnet werden. 17% der Patienten erhalten weiterhin Plättchenhemmung und 12% keine Therapie.

In der ARISTOPHANES-Studie war das Blutungsrisiko für Apixaban und Dabigatran niedrig und für Rivaroxaban erhöht. Apixaban (Eliquis®) zeigt u.a. auch noch die niedrigste Rate an gastrointestinalen Blutungen.

Literatur

  1. Symposium „VHF Patienten finden und modern therapieren — so einfach?“, DGK Herztage, 10. Oktober 2019, Berlin, Veranstalter: Bristol-Myers Squibb und Pfizer, Bericht: Dr. med. Nana Mosler

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Patienten mit VHF sind unterversorgt. CME 16, 51 (2019). https://doi.org/10.1007/s11298-019-7363-8

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