Advertisement

Springer Nature is making SARS-CoV-2 and COVID-19 research free. View research | View latest news | Sign up for updates

Gefahr durch Zeckenstich

Nur die Impfung schützt sicher vor Spätfolgen

Anders als bei der bakteriell bedingten Borreliose gibt es gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) keine kausale Therapie. Um schwere Krankheitsfolgen zu verhindern, hilft nur die Impfung.

In Deutschland hat die Zahl der FSME-Fälle über die letzten Jahre stetig zugenommen. Nicht angestiegen ist dagegen der Impfschutz der Bevölkerung — trotz seit Jahren bestehender Impfempfehlung der STIKO für Risikogebiete.

Im Schnitt komme es bei etwa jeder dritten Virusübertragung zur manifesten Erkrankung, die bei 70% der Betroffenen in zwei Phasen ablaufe, erläuterte der Neurologe Dr. Olaf Leschnik vom Sächsischen Krankenhaus Rodewisch. Nach einer Latenzzeit von 5–28 Tagen komme es zu Fieber, Mattigkeit und Kopfschmerzen (Phase 1). Auf eine ein- bis zweiwöchige Pause folge dann bei einem Teil der Patienten die problematische Phase 2 mit hohem Fieber und Bewußtseinsstörungen, starken Kopfschmerzen, Rückenmark- und Nervenwurzelentzündungen sowie Lähmungen. Bei einem Drittel persistieren diese individuell sehr variablen Behinderungen dauerhaft. „Wir können dann nur noch die Symptome lindern, aber nicht die Entwicklung dauerhafter Symptome beeinflussen“, so Leschnik.

Literatur

  1. Fachpressegespräch „Einblicke in die Welt der Zecke: neue FSME-Risikogebiete und aktuelle Forschung“, Frankfurt am Main 14.März 2019, Veranstalter: Pfizer, Bericht: Dr. Andreas Häckel

Download references

Author information

Rights and permissions

Reprints and Permissions

About this article

Verify currency and authenticity via CrossMark

Cite this article

Nur die Impfung schützt sicher vor Spätfolgen. CME 16, 47 (2019). https://doi.org/10.1007/s11298-019-7084-z

Download citation