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CME

, Volume 16, Issue 4, pp 6–6 | Cite as

Kognitive Borreliose-Symptome

Zwei Wochen Antibiotika reichen aus

Medizin
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Ständig müde und Konzentrationsprobleme? Bei einer Borreliose keine Seltenheit. Doch auch dann reicht eine zweiwöchige Antibiotikabehandlung aus.

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Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit 239 Patienten, bei denen eine Borreliose bestätigt worden war und die unter typischen Beschwerden wie muskuloskelettalen Schmerzen, Neuralgien, sensorischen Störungen oder kognitiven Problemen litten. Letzteres war bei fast 90% der Fall. Die Patienten durften in den vier Wochen vor Therapiebeginn keine gegen Borrelien wirksamen Antibiotika erhalten haben. Alle bekamen zunächst zwei Wochen lang eine Standardtherapie mit Ceftriaxon (2.000 mg/d). Anschließend erhielt etwa ein Drittel eine Antibiotikabehandlung mit Doxycyclin (200 mg/d), ein weiteres Drittel mit Clarithromycin-Hydroxychloroquin (1000/400 mg/d); die übrigen nahmen Placebo. Unabhängig von der Therapiegruppe verbesserte sich die kognitive Leistung kontinuierlich in den ersten drei Monaten und zumeist auch noch darüber hinaus. Patienten in der Placebogruppe schnitten dabei tendenziell oft besser, aber nie schlechter ab als solche mit verlängerter Antibiotikabehandlung. Das Fazit der Autoren: Eine zweiwöchige Antibiotikabehandlung genügt auch mit Blick auf die kognitiven Beschwerden.

Literatur

  1. Berende A et al. Neurology 2019; 92:1–9;  https://doi.org/10.1212/WNL.0000000000007186CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • mut
    • 1
  1. 1.

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