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CME

, Volume 16, Issue 1–2, pp 28–28 | Cite as

Husten und Niesen nicht erforderlich

Influenza: Ansteckung über den Atem?

Schwerpunkt Atemwegsinfekte
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Influenzaviren werden offenbar nicht nur durch Husten oder Niesen übertragen, sondern bereits durch bloßes Ausatmen.

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Eine Ansteckung mit Influenzaviren erfolgt laut Robert Koch Institut (RKI) überwiegend durch virushaltige Tröpfchen, die insbesondere beim Husten oder Niesen von Erkrankten ausgeschieden werden und über eine geringe Distanz auf die Schleimhäute der Atemwege von empfänglichen Personen gelangen. Außerdem ist eine Übertragung über Hände und Oberflächen möglich, die durch virushaltige Sekrete verunreinigt sind, wenn die Hand anschließend Kontakt zu Mund oder Nase hat.

Um die Übertragungswege des Grippevirus weiter zu ergründen, hat nun eine Arbeitsgruppe um Dr. Jing Yan von der Universität von Maryland/USA in College Park 355 Probanden mit akuten Atemwegserkrankungen untersucht. Es handelte sich vorwiegend um junge Erwachsene im Alter zwischen 19 und 21 Jahren; 21% von ihnen waren Asthmatiker. Bei 142 Studienteilnehmern, bei denen eine Influenza-Infektion nachgewiesen werden konnte, wurden am ersten, zweiten und dritten Tag nach Beginn der Symptome Proben aus der ausgeatmeten Luft entnommen, und zwar während geatmet, gehustet oder geniest wurde.

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie: 11 von 23 Aerosolproben (Teilchen ≤ 5 μm), die ohne Husten oder Niesen gesammelt wurden, enthielten Virus-RNA; acht davon enthielten Virusmengen, die für eine Infizierung ausreichen.

So lässt sich eine Infektion verhindern

Zum Schutz vor einer Ansteckung empfiehlt das RKI: Im Haushalt kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Kombination mit einer intensivierten Händehygiene bei allen Haushaltsmitgliedern die Übertragung von Influenza reduzieren — vorausgesetzt, dass diese Maßnahmen sehr früh nach Symptombeginn und von allen Mitgliedern im Haushalt (und den Erkrankten selbst) angewendet werden. Auch Standard-Hygienemaßnahmen, z. B. Händewaschen und Abstandhalten zu Erkrankten, vermindern das Risiko einer Atemwegsinfektion.

Literatur

  1. Yan J. et al. PNAS 2018;115(5):1081–6CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • lkr
    • 1
  1. 1.

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