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Behandlungsziele bei Morbus Crohn

Kontroverse zur Heilung der Mukosa

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Die Mukosaheilung ist derzeit noch kein obligates Therapieziel. Aggressivität und Risiken der Therapie sollen von Ärzten und Patienten gemeinsam gegeneinander abgewogen werden.

Eine lange bestehende Entzündung führt früher oder später zu Strukturschäden. Insofern ist die „Mukosaheilung“ ein unter Gastroenterologen seit Jahren viel diskutiertes Therapieziel. Der Parameter findet sich regelhaft in klinischen Studien. Dahinter steht die Kontroverse, wie aggressiv CED-Patienten behandelt werden sollten, um langfristig einen günstigen Verlauf zu erreichen.

„Die vollständige Abheilung der Schleimhaut bei der Colitis ulcerosa wie auch beim M. Crohn stellt grundsätzlich einen klinisch günstigen Zustand für den Patienten dar“, erklärt Prof. Torsten Kucharzik, Lüneburg [1]. Kucharzik verweist auf Beobachtungen, wonach bei jenen Patienten, bei denen eine Mukosaheilung eintritt, mit vergleichsweise günstigeren klinischen Verläufen der CED gerechnet werden kann.

Was gilt für die Praxis?

Allerdings ist unklar, ob die Mukosaheilung tatsächlich auf die jeweilige Therapie zurückzuführen ist oder ob die Patienten unter einer eher günstigen Verlaufsform der Krankheit leiden.

Im Alltag, darüber sind sich CED-Experten weitgehend einig, kommt es daher darauf an, mit den Patienten und eventuell Chirurgen gemeinsam zu besprechen, welches Therapieziel mit Blick auf die Symptomatik sowie auf den mittel- bis langfristigen Verlauf angestrebt werden soll und welche Risiken und Belastungen sie bereit sind, dafür auf sich zu nehmen.

Literatur

  1. 1.

    MMW 2016; 158: 74-80

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ner Kontroverse zur Heilung der Mukosa. CME 14, 30 (2017). https://doi.org/10.1007/s11298-017-6264-y

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