Aggressive Blutdrucksenkung ist für Diabetiker eher schädlich
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Nach einer Metaanalyse besteht bei Typ-2-Diabetikern ein Zusammenhang zwischen Blutdruck und kardiovaskulären Ereignissen. Lag ihr anfänglicher systolischer Blutdruck über 150 mmHg, bewirkte die Senkung einen Rückgang der Mortalität (-11%) und der kardiovaskulären Mortalität (-25%) sowie von Herzinfarkten (-26%), Schlaganfällen (-23%) und terminalem Nierenversagen (-16%). Bei Ausgangswerten zwischen 140 und 150 mmHg zeigte sich ein Nutzen bei der Gesamtmortalität (-13%) und dem Risiko für Herzinfarkte (-16%) und Herzinsuffizienz (-20%). Unterschritt der systolische Blutdruck schon vor der Therapie den Wert von 140 mmHg, war die kardiovaskuläre Mortalität sogar um 15% erhöht. Bei Ausgangswerten unter 130 mmHg war — außer hinsichtlich der Schlaganfallrate — bei keinem der untersuchten Endpunkte ein Nutzen ersichtlich.
Literatur
- Brunström M, Carlberg B. BMJ 2016Google Scholar