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Aktuelle Vorgaben sind zu lasch

Schützt Kinder vor Süßem — per Gesetz!

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Wurst in Bärchen-Form, Comic-Figuren auf dem Joghurt — die Werbeindustrie gibt sich alle Mühe, Kinder für ihre Produkte zu gewinnen. Oft sind das aber Zucker- und Fettbomben. Experten fordern, der Werbung einen Riegel vorzuschieben.

Vertreter der Verbraucherorganisation Foodwatch, der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Diabetes-Hilfe „diabetesDE“ fordern schärfere gesetzliche Regelungen, um das Marketing für Kinderlebensmittel einzuschränken. Jene Produkte, die über Aufschriften, Gestaltungen oder Aktionen insbesondere Kinder ansprechen.

Auslöser ist eine aktuelle Foodwatch-Studie, in der 281 Produkte getestet worden waren. Sie stammen allesamt von Herstellern, die sich 2007 in der „EU Pledge“ zu einer freiwilligen Selbstbeschränkung beim Kindermarketing verpflichtet hatten.

90% zu süß und zu fett

Der Test ergab, dass knapp 90% davon nach Kriterien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu süß und zu fett seien. Nur 29 Produkte hielten den WHO-Kriterien stand. Für die Verbändevertreter ist dies ein Zeichen, dass die Nährwertgrenzen im „EU Pledge“ zu lasch und zugleich die Möglichkeit des Kindermarketing zu umfassend seien. „Marketing für Kinderlebensmittel muss per Gesetz eingedämmt werden, sonst werden Fehlernährung und Adipositas bei Kindern weiter zunehmen“, sagte DDG-Geschäftsführer Dr. Dietrich Garlichs.

Literatur

  1. www.aerztezeitung.de

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SW Schützt Kinder vor Süßem — per Gesetz!. CME 12, 6 (2015). https://doi.org/10.1007/s11298-015-1468-5

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