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COPD ohne häufige Exazerbationen

Duale Bronchodilatation gewinnt Studienvergleich

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COPD-Patienten werden in Deutschland nahezu Stadien-unabhängig inhalative Steroide verordnet, wie eine aktuelle Auswertung des DACCORD-Registers bei über 6000 Patienten zeigt. Dies mag man früher so hingenommen haben, heute ist es falsch, erklärte Prof. Dr. Claus Vogelmeier, Marburg.

COPD-Patienten profitieren nur dann von inhalativen Steroiden (ICS), wenn die Erkrankung häufig exazerbiert. Nur in dieser Situation empfehlen die GOLD-Leitlinien ICS. In zwei Studien wurde nachgewiesen, dass Patienten ohne häufige Exazerbationen mit einer dualen Bronchodilatation deutlich besser behandelt sind als mit einer Kombination aus Bronchodilatator und ICS. Eine Untersuchung war die ILLUMINATE-Studie. 523 COPD-Patienten ohne Exazerbationen im Vorjahr behandelten sich doppelblind über 26 Wochen entweder mit Indacaterol/Glycopyrronium 110/50 μg (Ultibro®) einmal täglich via Breezhaler® oder mit Fluticason/Salmeterol 500/50 μg zweimal täglich via Accuhaler®. Die LAMA/LABA-Kombination besserte die Lungenfunktion mit einem Plus an FEV1 von 138 ml erheblich mehr als die LABA/ICS-Kombination, so Vogelmeier. Auch die Atemnot wurde deutlicher gelindert.

Literatur

  1. COPD-Expertenworkshop „Der symptomatische Patient im Fokus — Duale Bronchodilatation setzt neue Maßstäbe“ im Rahmen des Kongresses der American Thoracic Society (ATS), Denver 2015 (Veranstalter: Novartis Pharma); Bericht: Dirk Einecke

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Duale Bronchodilatation gewinnt Studienvergleich. CME 12, 52 (2015). https://doi.org/10.1007/s11298-015-1435-1

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