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Blutdruck im Schlaf senken – geht das?

Krankenschwestern erneut unter der Lupe

Schlafmangel zieht viele ungünstige metabolische Effekte nach sich. Und auch der Blutdruck steigt. Ausreichend lange zu schlafen könnte daher helfen, die Werte zu drücken.

Eine zu kurze Schlafdauer hat Auswirkungen auf den Stoffwechsel, die ihrerseits zur Pathogenese der Hypertonie beitragen können. Studien haben ergeben, dass Schlafentzug den Appetit steigert, die Insulinsensitivität beeinträchtigt und den LDL-Cholesterinspiegel erhöht. Führt der Weg vom zu kurzen Schlaf zur Hypertonie also über Adipositas, Diabetes und Hypercholesterinämie? Und hilft es, länger zu schlafen, um die Druckwerte zu senken?

Um 20% erhöhtes Hypertonierisiko bei fünf Stunden Schlaf

Mediziner der New Yorker Columbia University haben versucht, diese Fragen zu beantworten. Sie bedienten sich dabei der Daten von Teilnehmerinnen der Nurses‘ Health Study I/II. An den beiden Untersuchungen waren insgesamt mehr als 150.000 Frauen beteiligt gewesen. Unabhängig vom Alter und nach Risikofaktoren abgeglichen, war bei Frauen, die höchstens fünf Stunden am Tag schliefen, die Hypertonieprävalenz um knapp 20% erhöht. Als Vergleichsgruppe dienten Frauen, die länger als sieben Stunden schliefen. Anders sah es bei der Inzidenz aus. Ein um 11% höheres Risiko, neu an Bluthochdruck zu erkranken, zeigte sich nur bei Kurzschläferinnen, die noch keine 50 Jahre alt waren.

Um herauszufinden, auf welche Weise der Kurzschlaf den Druck erhöht, berechneten die Forscher den Einfluss von Diabetes, Hypercholesterinämie und Body-Mass-Index (BMI). Als relevantes Bindeglied trat dabei lediglich der BMI in Erscheinung. Kurzer Schlaf scheint hungrig, träge und dick zu machen. Umgekehrt könnte daher ein verlängerter Schlaf vor Hypertonie schützen, indem er regelmäßigen Sport und ein gesünderes Essverhalten ermöglicht – und auf diese Weise den Körper schlank sowie den Blutdruck tief hält.

Literatur

  1. Am J Hypertens 2013, online 4. April

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rb Blutdruck im Schlaf senken – geht das?. CME 10, 11 (2013). https://doi.org/10.1007/s11298-013-0798-4

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