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Warzen erntet man in der Familie

Schluss mit dem Schwimmbad-Mythos

Bei jedem dritten Grundschulkind wurden in einer niederländischen Studie kutane Warzen festgestellt. Im Lauf eines Jahres entwickelte im Mittel jedes Kind eine neue Warze. Doch woher kamen diese?

Ärzte der Universität Leiden untersuchten Hände und Füße von 1001 Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren. Bei 33% der Kinder stellten sie zu Beginn der Kohortenstudie Warzen fest. Gleichzeitig wurden die Eltern befragt, um den Expositionsgrad der Kinder gegenüber HPV zu erfassen. Die Fragen umfassten frühere Warzen, Warzen bei Familienmitgliedern, Barfußlaufen zuhause, infizierte Klassenkameraden, den Aufenthalt in Schwimmbädern oder öffentlichen Duschen sowie die Teilnahme an einem Barfußsport. 11 bis 18 Monate nach der ersten Untersuchung lag die Inzidenz für die Entwicklung neuer Warzen bei 29/100 Personenjahren (PJ). Weiße Hautfarbe, infizierte Familienangehörige und die Prävalenz von Warzen bei Klassenkameraden hatten einen signifikanten Einfluss auf die Entstehung von Warzen.

Eltern wichtiger als Duschen ...

Als weniger relevant für eine Neubildung erwiesen sich dagegen bereits bestehende eigene Warzen oder der Schwimmbadbesuch. Wichtiger als die Badelatschen in öffentlichen Duschen scheint die Rücksicht infizierter Eltern und Geschwistern, damit etwa bei dem Befall der Füße keine Infektionsspur durchs ganze Haus gelegt wird.

Literatur

  1. Bruggink, S. C. et al. Pediatrics 2013 (online first)

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st Warzen erntet man in der Familie. CME 10, 6 (2013). https://doi.org/10.1007/s11298-013-0683-1

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