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Anhalten bessert Reanimation

Mach mal Pause!

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Je länger ein Ersthelfer eine kontinuierliche Herzdruckmassage durchführt, desto flacher werden die Thoraxkompressionen. Definierte kurze Erholungspausen können die Qualität der Herzmassage verbessern.

Seit 2010 empfehlen die europäischen Leitlinien zur Reanimation als Alternative zur Herzdruckmassage plus Beatmung die alleinige Herzdruckmassage. Ein Problem könnte jedoch die fehlende Pause sein: Weil der Ersthelfer rascher ermüdet, lässt die Qualität der Thoraxkompressionen schneller nach. Südkoreanische Notärzte haben deswegen am Phantom untersucht, wie sich geplante kurze Unterbrechungen der Herzmassage auf Eindrücktiefe und Frequenz auswirken.

Verschiedene Strategien getestet

Dazu ließen sie 60 angehende Rettungssanitäter jeweils verschiedene Strategien testen: 10 Minuten Herzdruckmassage ohne Pause (CCC), mit einer 10-Sekunden-Pause nach 200 (10/200) sowie mit einer 10-Sekunden-Pause nach 100 Kompressionen (10/100). Ohne Pause kamen die Helfer zwar auf die höchste Zahl von Thoraxkompressionen. Verglich man jedoch die Zahl der Thoraxkompressionen mit ausreichender Tiefe, lag die 10/100-Methode tendenziell vorn. Die Frequenz der Thoraxkompressionen war mit allen drei Verfahren gleich und blieb auch über die zehn Minuten hinweg weitgehend konstant. Die Studienautoren schlagen vor, „dass Ersthelfer, die eine Herzdruckmassage durchführen, nach 100 Kompressionen eine Pause von zehn Sekunden einlegen“.

Literatur

  1. Min MK et al, Resuscitation 2013 (online first)

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bs Anhalten bessert Reanimation. CME 10, 17 (2013). https://doi.org/10.1007/s11298-013-0164-6

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