CME

, Volume 9, Issue 11, pp 24–24 | Cite as

Weniger Tote bei Infarkt

Erfreulicher Trend
Schwerpunkt Herz & Kreislauf

In den vergangenen 15–20 Jahren hat sich die Sterberate nach akutem ST-Strecken-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) dramatisch verringert.

Auf diesen erfreulichen Trend sind Forscher in der FAST-MI-Studie gestoßen. Überraschend war aber auch, dass immer mehr Frauen schon in jüngeren Jahren einen STEMI erleiden. Lag die Rate für die 30-Tage-Mortalität im Jahr 1995 noch bei 13,7%, betrug sie 2010 nur noch 4,4%, berichtete Prof. Nicolas Danchin, eine relative Reduktion der Mortalität um 68%. Bei Männern nahm sie von 9,8 auf 2,6% ab, bei Frauen von 23,7 auf 9,8%.

Eine Erklärung sind Verbesserungen der Therapie von Infarktpatienten. So erhöhte sich im Studienzeitraum der Anteil der STEMI-Patienten, bei denen eine frühe Revaskularisation durch primäre Koronarintervention vorgenommen wurde, von 12 auf 61%. Auch die Therapie mit Medikamenten wie ACE-Hemmer, Statine und Plättchenhemmer nahm deutlich zu.

Der Wermutstropfen: Der Anteil der weiblichen STEMI-Patienten unter 60 Jahren stieg von 11,8 auf 25,5%, der Anteil der unter 50-Jährigen von 3,7 auf 11,1%. Somit sei inzwischen ein Viertel aller Frauen, die von STEMI betroffen sind, jünger als 60 Jahre. Erklären lässt sich der ungünstige Trend vor allem durch die stetig wachsende Zahl von jungen Raucherinnen. Im Jahr 1995 waren nur 37% aller jüngeren Frauen mit Herzinfarkt Raucherinnen, im Jahr 2012 dagegen 73%, berichtete Danchin.

Literatur

  1. Cardio News 2012, 15(9):7Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2012

Authors and Affiliations

  • ob

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