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Wiener Medizinische Wochenschrift

, Volume 154, Issue 5–6, pp 102–106 | Cite as

Osteomalazie und Rachitis

  • Peter M. Bernecker
Themenschwerpunkt
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Zusammenfassung

Die Rachitis stellt global gesehen nach wie vor ein Problem dar; vor allem in Entwicklungsländern und unter Risikogruppen sind Präventionsmaßnahmen notwendig bzw. optimal umzusetzen. In Österreich ist die empfohlene Vitamin-D-Prophylaxe in aller Regel ausreichend, um die Entwicklung einer kindlichen Rachitis zu verhindern. Allerdings ist die Compliance oft nicht ausreichend und die Informationslage der Eltern in Bezug auf die Vitamin-D-Substitution sollte verbessert werden. Die Osteomalazie tritt in milder Form vor allem bei den älteren Populationen auf, als "Poromalazie" häufig vergesellschaftet mit einer vorbestehenden Osteoporose. Vitamin-D- und Kalziumdefizienz führen in dieser Bevölkerungsgruppe aber nicht nur zu skeletalen Veränderungen, sondern tragen über die Beeinflussung der Muskelkraft und -koordination auch zur hohen Sturzhäufigkeit bei. Eine großzügige Substitution von Kalzium und Vitamin D kann vor allem diesen Patienten auch in der Prognose quoad vitam einen deutlichen gesundheitlichen Profit bringen. Der behandelnde Arzt sollte es sich jedenfalls bei älteren Patienten zur Gewohnheit machen, in größeren Abständen den Kalziumspiegel zu messen und – bei niedrigen Kalziumwerten – auch eine PTH-Bestimmung durchzuführen. Die frühzeitige Korrektur eines etwa durch Kalzium- oder Vitamin-D-Mangel bedingten sekundären Hyperparathyreoidismus ist einfach und billig und erspart hohe Folgekosten für das Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

Osteomalazie Rachitis Risikogruppen Vitamin D Kalzium Therapie 

Osteomalacia and rickets

Summary

Although rickets and osteomalacia posed a serious health problem in industrialised countries a hundred years ago, these diseases are now rarely found, and when they are found, then usually in certain risk groups. In underdeveloped countries, rickets is still a major public health problem due to inadequate calcium intake by children. In our highly developed countries, elderly people – especially when institutionalised in nursing homes – are at a very high risk of developing osteomalacia, often combined with preexisting osteoporosis, with its high impact on mobility and life expectancy in this section of the population. In this review, the common mechanisms involved in developing rickets or osteomalacia are identified and therapeutic measures are reported. Rare causes of osteomalacia due to congenital errors in metabolism or genetic defects are also discussed.

Keywords

Osteomalacia Rickets Elderly Vitamin D Calcium Therapy 

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Copyright information

© Springer-Verlag 2004

Authors and Affiliations

  1. 1.1. Interne Abteilung Geriatriezentrum BaumgartenWienAustria

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