Wirtschaftsdienst

, Volume 96, Issue 3, pp 185–192 | Cite as

Weniger ist mehr – die EU in der Sackgasse eines zentralistischen Integrationsverständnisses

Analysen und Berichte Europäische Union
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Zusammenfassung

Der aktuell wirkmächtige Ansatz der europäischen Integration ist durch die Gleichsetzung von Integration mit Vereinheitlichung geprägt. Die Autoren vertreten die Auffassung, dass diese zentralistische Wirtschaftssteuerung mittlerweile weit über das ökonomisch Erforderliche hinausgeht und zunehmend marktwirtschaftliche Ordnungsvorstellungen verdrängt. Sie erweist sich obendrein als Spaltpilz zwischen den Mitgliedsländern, was insbesondere im Rahmen der Griechenland- bzw. Eurokrise eklatant zutage trat. Die Autoren plädieren für einen alternativen Integrationsansatz, der das Initiativrecht zu weiteren Einigungsschritten auf die nationale Ebene zurückverlagert, um eine demokratische Verankerung sicherzustellen und in Verbindung mit Opt-out-Regeln das Prinzip der Eigenverantwortlichkeit wieder ins Recht zu setzen.

Less Is More – EU in the Deadlock of a Centralistic Understanding of Integration

Abstract

Current European integration very much focusses on harmonisation and convergence. This streamlining goes far beyond what is demanded by economic reasoning and turns out–as the euro crisis has demonstrated–to foster tensions among EU member states instead of promoting a flourishing common market. The authors outline an alternative approach which fosters a sense of political responsibility and is anchored in democratic rather than bureaucratic decision-making.

JEL Classification

D40 F02 F45 

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Copyright information

© ZBW and Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.HolzkirchenDeutschland
  2. 2.WolfratshausenDeutschland

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