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Notfall & Rettungsmedizin

, Volume 2, Issue 6, pp 362–366 | Cite as

Einsatznachsorge beim ICE-Unglück in Eschede

  • J. Helmerichs
  • J. Bengel
  • K. Leonhardt
Leitthema: Eschede
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Beim Zugunglück in Eschede waren rund 1900 Einsatzkräfte vor Ort. Das Ausmaß der emotionalen Belastung bei den Rettungs- und mehrtägigen Bergungsarbeiten veranlaßte Einzelpersonen und Organisationen aus ganz Deutschland, eine psychologische Betreuung für Einsatzkräfte anzubieten. Ein großer Teil dieser Hilfeleistungen wurde organisationsübergreifend in einer koordinierten Einsatznachsorge zusammengeführt. Schließlich mündete diese ehrenamtliche Hilfe in ein durch Bund und Land Niedersachsen finanziertes und noch laufendes Einsatznachsorgeprojekt. Die Aufgabenschwerpunkte bestehen aus der Förderung der regionalen Nachsorge und der Auswertung gewonnener Erfahrungen. Die Erfahrungen mit dem Aufbau einer koordinierten psychologischen Einsatznachsorge werden in diesem Beitrag geschildert und eine Zwischenbilanz formuliert. Abschließend werden Lehren und Forderungen für die Vorbereitung auf künftige Großschadensereignisse vorgestellt: Entwicklung einer Organisationsstruktur, stärkere Integration der Einsatznachsorge in Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften, Entwicklung von Qualitätsstandards und wissenschaftliche Begleitung, Einbindung in Katastrophenschutzpläne.

Schlüsselwörter Einsatznachsorge psychosoziale Nachsorge Zugunglück Eschede Debriefing CISM Katastrophenschutzpläne Qualitätsstandards 

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • J. Helmerichs
    • 1
  • J. Bengel
    • 2
  • K. Leonhardt
    • 3
  1. 1.Koordinierungsstelle Einsatznachsorge, Celle
  2. 2.Abteilung für Rehabilitationspsychologie, Psychologisches Institut der Universität Freiburg
  3. 3.DRK-Rettungsschule Niedersachsen, Goslar

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