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Notfall & Rettungsmedizin

, Volume 2, Issue 6, pp 327–336 | Cite as

Die ICE-Katastrophe von Eschede

Erfahrungen, Lehren, Konsequenzen
  • E. Hüls
  • H.-J. Oestern
Leitthema: Eschede – Erfahrungen und Konsequenzen

Die ICE-Katastrophe von Eschede am 03.06.1998 war das bislang größte Zugunglück der Deutschen Bundesbahn und konfrontierte alle am Rettungseinsatz beteiligten Organisationen mit einem Schadensausmaß von bislang unbekannter Dimension. In kooperativer Zusammenarbeit konnte die Rettungsaktion unter optimalen äußeren Bedingungen erfolgreich durchgeführt werden. Innerhalb von 3 Stunden waren 87 zum Teil schwerstverletzte Patienten geborgen, medizinisch versorgt und auf dem Weg in weiter behandelnde Kliniken, lediglich 3 Verletzte mußten aus medizinischer Indikation sekundär verlegt werden. Die schnelle und hohe Präsenz an Rettungs- und Bergungskräften, besonders auch an Luftrettungsmitteln ließ einen Versorgungsmangel vor Ort de facto nicht entstehen. Die 108 Unfallverletzten konnten annähernd individualmedizinisch versorgt werden, eine Triage im üblichen Sinn erübrigte sich, und eine Überlastung nahe gelegener Kliniken wurde vermieden. Vor Ort wurden 96 Tote geborgen, im Verlauf starben 5 Patienten in den Kliniken an den Folgen ihrer Verletzungen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • E. Hüls
    • 1
  • H.-J. Oestern
    • 1
  1. 1.Allgemeines Krankenhaus Celle, Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Celle

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