Gefässchirurgie

, Volume 15, Issue 5, pp 299–300 | Cite as

Grenzen überwinden: Der Impact-Faktor ist da!

Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Motto unserer diesjährigen Dreiländertagung beinhaltet mehr, als in einem Kongress abgehandelt werden kann: Was wir lange erwartet haben, haben wir jetzt erreicht – nach der Listung der Gefäßchirurgie ist nun der erste Impact-Faktor vergeben: 0,362.

Impact-Faktor: 0,362

Für eine Erstvergabe ist das ein hoher Einstieg, wir können stolz auf diese Wertung unserer Zeitschrift sein! Als verantwortlicher Schriftleiter danke ich allen, die mit ihren Arbeiten dazu beigetragen haben, dass wir dieses hervorragende Ergebnis erzielen konnten: das ist allein IHR Verdienst! Alle Beiträge, die seit 2007 in der Gefässchirurgie erschienen sind, sind nun rückwirkend mit diesem Faktor bewertbar. An Ihnen und uns allen liegt es nun, die Entwicklung der Bepunktung zu steigern. Und so lade ich Sie herzlich ein, die Ergebnisse Ihrer wissenschaftlichen Arbeiten auch künftig in der Gefässchirurgie zu publizieren. Dieser Tag ist ein sehr wichtiger Meilenstein!

Das Motto „Grenzen überwinden“ hat Symbolcharakter. Es geht nicht nur darum, Gefäßmedizin über starre Fächergrenzen hinaus als Organmedizin in den Fokus zu stellen. Vielmehr ist dieses Motto ebenso als Botschaft über unsere Landesgrenzen hinaus zu verstehen. Von diesem Kongress soll eine Vision ausgehen, die uns verbindet und einen animierenden Impuls zur gemeinsamen Weiterentwicklung gibt! Diese betrifft nicht nur die ungebrochen vitale offene Gefäßchirurgie, die endovaskuläre Therapie und konservativen Behandlungsoptionen, sondern auch die enge Kooperation mit unseren Partnern aus Kardiologie, Herzchirurgie sowie Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Der Gefäßchirurgie kommt in der Versorgungswirklichkeit eine zunehmende Verantwortung zu, da die Zahl von Gefäßkranken stetig zunimmt. Kenntnisse und Kompetenzen jenseits der klassischen Gefäßchirurgie sind zwingend notwendig, um unseren Patienten eine individuell optimale Verfahrenswahl anbieten zu können: die Minimierung des Eingriffstraumas mit gleichzeitiger Optimierung der Behandlungsresultate sind dabei das oberste Ziel. Die Realität lehrt uns jedoch auch, dass unsere Rekonstruktionen das Überleben unserer Patienten in der Regel überdauern – weil die kardiovaskuläre Komorbidität mit einer signifikanten Lebensverkürzung unserer Patienten einhergeht. Deshalb muss es ebenso darum gehen, diese Komorbidität durch enge Vernetzung und konsequentes vaskuläres und kardiales Screening effektiver zu behandeln.

Unter dem Leitthema „Gefässchirurgie 2010 – Grenzen überwinden“ erwartet Sie in diesem Heft ein Querschnitt der wichtigsten Fragestellungen zu dem übergeordneten Thema. Unterschiedliche Strukturen werden dargestellt (Österreichischer Dachverband Gefäßmedizin, Das Berner Modell, Das Hamburger Modell), aber gleichzeitig ebenso Beispiele technischer Weiterentwicklungen (s. Beiträge von Jacobs et al. und Schmandra et al.). Sie zeigen die Vielfalt unseres Faches, die die Medizin revolutioniert hat.

Die Grundlagenforschung und technische Innovationen in der Gefäßchirurgie entwickeln sich rasant – wenige Fächer können das so uneingeschränkt von sich behaupten. Diese Tendenz hat zu einer zunehmenden Einrichtung selbständiger Kliniken/Abteilungen geführt, die – auch und gerade an Universitäten – weiter zunehmen wird. Die Karrierechancen für angehende Mediziner und Gefäßchirurgen sind somit – so ist zu erwarten –glänzend!

Die Entscheidung, sich heute auf die Gefäßmedizin zu spezialisieren, wird somit keine schlechte sein. Es ist mir ein daher persönliches Anliegen, auch Studenten für unser spannendes Fach zu animieren. Ich freue mich, dass wir anlässlich des Kongresses erstmals ein Stipendium einrichten konnten, mit dem jeweils zwei Studenten aus jeder Universität der Schweiz, Österreichs und Deutschlands der Besuch unseres Kongresses ermöglicht wird. Es erwarten sie Seminare, die speziell auf diese Zielgruppe ausgerichtet sind. Diese Förderkampagne hat einen nachhaltigen Charakter – wir werden sie weiterentwickeln!

Mit den besten Grüßen und Wünschen für einen spannenden, gewinnbringenden und kommunikativen Kongress, Ihr

E.S. Debus und H.-H. Eckstein

Copyright information

© Springer-Verlag 2010

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik und Poliklinik für GefäßmedizinUniversitäres Herzzentrum, Universitätsklinikum Hamburg-EppendorfHamburgDeutschland
  2. 2.Klinik für GefäßchirurgieKlinikum rechts der Isar, Technische Universität MünchenMünchenDeutschland

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