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Der Onkologe

, Volume 6, Issue 6, pp 533–539 | Cite as

Ganzheitliche Tumorpatientenbetreuung in der letzten Lebensphase

  • H. Samonigg
  • A.K. Kasparek
  • E. Andritsch
Zum Thema: Onkologische Pflege
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Die gute Betreuung von Patienten mit terminalem Krankheitsstadium erfordert nicht nur ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und intensiver multidisziplinärer Zusammenarbeit einzelner Berufsgruppen, sondern insbesondere auch an menschlicher Kompetenz. Je weiter das Krankheitsgeschehen fortschreitet, desto intensiver benötigen diese Patienten ärztliche Präsenz und Behandlung, Pflege , Verständnis, physische und psychische Unterstützung und ggf. Seelsorge [8].

Um die enormen Fortschritte und Innovationen in der Palliativmedizin allen Patienten zugänglich zu machen, ist es erforderlich, all jene Ärzte und Krankenschwestern sowie Psychotherapeuten, die schwerkranke und sterbende Patienten betreuen, einer gründlichen Ausbildung und Praxis in der Palliativmedizin zuzuführen.

Im Vordergrund muss das Bemühen stehen, dass das Sterben wieder seinen Platz im Leben gewinnt. Dabei ist Lebensverlängerung um jeden Preis, auch gegen den Willen und die Interessen sterbender Patienten ebenso kritisch zu beurteilen wie die Situation, dem Sterbenden die menschliche fachliche Behandlung und Aufmerksamkeit vorzuenthalten, die ein friedlicheres Sterben ermöglichen könnte [5, 10].

Palliativmedizin ist keine neue medizinische Disziplin, sie ist vielmehr möglicherweise die älteste überhaupt, denn früher gab es bei kaum einer Erkrankung einen kurativen Ansatz. Neu sind die enormen medizinischen und wissenschaftlichen Fortschritte innerhalb der letzten Jahrzehnte, insbesondere in der Symptomkontrolle sowie in der Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse hinsichtlich der Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden.

Der palliativmedizinische Betreuungsansatz geht über die medizinische Diagnostik und Therapie weit hinaus. Ethische und psychosoziale Aspekte sind miteinzubeziehen, um den Menschen in seiner ganzheitlichen Dimension in seiner letzten Lebensphase betreuen zu können [16].

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • H. Samonigg
    • 1
  • A.K. Kasparek
    • 1
  • E. Andritsch
    • 1
  1. 1.Klinische Abteilung für Onkologie der medizinischen Universitätsklinik Graz, AustriaAT

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