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Migräne

Hormonelle Einflüsse und Behandlung in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • Karin ZebenholzerEmail author
Neurologie
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Zusammenfassung

Migräne hat eine Prävalenz von 10–15 % und tritt bei Frauen 2,5 bis 3‑mal häufiger auf als bei Männern. Die Migränefrequenz wird unter anderem auch vom weiblichen Zyklus beeinflusst. Die Therapie der Migräneattacken erfolgt mit Triptanen, NSAR oder anderen Analgetika, unterstützt durch Antiemetika. In der Schwangerschaft ist jedoch der Einsatz der NSAR auf des 1. und 2. Trimenon begrenzt, Triptane können bei Nutzen-Risiko-Abwägung und schweren Attacken gegeben werden. In der Prophylaxe stehen in erster Linie β‑Blocker, Flunarizin, Topiramat, Amitriptylin und Botulinumtoxin zur Verfügung. Vor kurzem wurden monoklonale Antikörper gegen CGRP und den CGRP-Rezeptor zugelassen. In der Schwangerschaft nimmt die Migränefrequenz üblicherweise ab. Sollte dennoch eine medikamentöse Prophylaxe notwendig sein, so kommen Metoprolol, Propranolol oder Amitriptylin infrage. Erfahrungen mit den monoklonalen Antikörpern in der Schwangerschaft liegen bisher keine vor, sie sind zu vermeiden. Eine Anwendung in der Stillzeit erscheint möglich. Wenn eine Migräne mit Aura vorliegt, so ist das erhöhte Schlaganfallrisiko in Zusammenhang mit der Anwendung kombinierter Kontrazeptiva zu beachten.

Schlüsselwörter

Migräne mit Aura Hormone Schwangerschaft Stillzeit Migränetherapie 

Migraine

Hormonal influences and treatment during pregnancy and breast feeding

Abstract

Migraine has a prevalence of 10–15% and is 2.5–3 times more common in women than in men. Migraine frequency is, among other things, influenced by the menstrual cycle. Migraine attacks are treated with triptans, nonsteroidal anti-inflammatory drugs (NSAIDs) or other analgesics, supported by antiemetics. In pregnancy, however, the use of NSAIDs is limited to the first and second trimester; triptans can be given after a risk–benefit analysis and in severe attacks. As prophylaxis, β‑blockers, flunarizine, topiramate, amitriptyline and botulinum toxin are primarily available. Recently, monoclonal antibodies against calcitonin gene-related peptide (CGRP) and the CGRP receptor were approved. Migraine frequency usually decreases during pregnancy. However, if drug prophylaxis is necessary, metoprolol, propranolol or amitriptyline may be used. There has been no experience with monoclonal antibodies in pregnancy so far; thus, they should be avoided. Use during lactation seems possible. If a migraine with aura is present, the increased risk of stroke in connection with the use of combined contraceptives must be taken into account.

Keywords

Migraine with Aura Hormones Pregnancy Breast feeding Migraine therapy 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

K. Zebenholzer gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine vom Autor durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universitätsklinik für NeurologieMedizinische Universität WienWienÖsterreich

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