Advertisement

psychopraxis. neuropraxis

, Volume 22, Issue 1, pp 35–38 | Cite as

Chancengleichheit durch Gleichbehandlung?

Ausbildungszugang in den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege für Personen mit türkischen Wurzeln in Vorarlberg
  • Julia KeckeisEmail author
Psychiatrie
  • 2 Downloads

Zusammenfassung

Dieser Beitrag geht der geringen Anzahl an Pflegepersonen mit türkischen Wurzeln im gehobenen Dienst in Vorarlberg nach und zeigt Möglichkeiten auf, diese anzuheben. Durch eine Kombination mehrerer Faktoren, wie der alternden Bevölkerung und der zunehmenden Zahl chronischer Erkrankungen steigt der Bedarf an professionellen Pflegepersonen. Personen mit türkischen Wurzeln können eine wichtige Ressource für den aufkommenden Mangel darstellen. Gleichzeitig stellt die Pflege eine weitere Möglichkeit für einen sicheren Arbeitsplatz dar. Dieser Artikel bezieht sich auf eine qualitative Studie, die im Rahmen des Universitätslehrgangs „Transkulturelle Medizin und Diversity Care“ an der Medizinischen Universität in Wien durchgeführt wurde. Sie untersuchte den Zugang zur gehobenen Gesundheits- und Krankenpflege für Personen mit türkischen Wurzeln in Vorarlberg aus drei Perspektiven, der von Expert(inn)en für die Pflegeausbildung, der von Krankenpflegeschülern und Pflegepersonen mit türkischen Wurzeln sowie Maturant(inn)en mit türkischen Wurzeln in Form von Leitfaden gestützten Interviews. Die Ergebnisse illustrieren soziale und strukturelle Barrieren, die komplexen sozialen Dynamiken unterliegen, und beleuchten Möglichkeiten, um diese abzubauen.

Schlüsselwörter

Migration und Pflege Zugang zur Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflege Türkische Pflegepersonen Transkulturelle Pflege Diversität in der Pflege 

Equal Opportunity Through Equal Attendance?

Access to Nursing Schools for Persons with Turkish Migration Background in Voralberg

Abstract

In this paper, the reasons for the low number of professional nurses with Turkish migration background in Voralberg, Austria, are examined and possibilities to increase this number are investigated. Our society continues to grow older and the number of chronic diseases also continues to increase. People with Turkish migration background could be an important resource to cover the emerging shortage of qualified nurses and the nursing profession is a secure career opportunity. This paper refers to a qualitative study which was conducted as part of the postgraduate course “Transcultural Medicine and Diversity Care” at the Medical University of Vienna. It investigated the access to nursing training for people with Turkish migration background from three different points of view—experts in nursing training; students and nurses with Turkish migration background; and people with Turkish migration background who have a university entrance qualification—in the form of guided interviews. The results illustrate structural and social barriers due to complex social dynamics and also highlight possibilities to reduce these barriers.

Keywords

Migration and professional nursing Access to nurse training schools Nurses with a Turkish migration background Transcultural nursing Diversity in professional nursing 

Notes

Danksagung

Mein Dank gebührt Frau Dr. Margit Schäfer, Frau Dr. Türkan Akkaya-Kalayci und Frau Prof. Dr. Henriette Löffler-Stastka.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J. Keckeis gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren. Von allen an der Befragung Beteiligten liegt eine schriftliche Einverständniserklärung vor. Die Zustimmung einer Ethikkommission war nicht notwendig.

Literatur

  1. 1.
    Frohner U (2017) Editorial. Osterr Pflegezeitschrift 4:5Google Scholar
  2. 2.
    Häfele E (2015) Europäisch, jung, mobil – Neue Zuwanderung nach Vorarlberg 2008 bis 2014. AK Vorarlberg, Feldkirch, S 77–79Google Scholar
  3. 3.
    Lenhart M (2010) Pflegemigration nach Österreich: Eine empirische Analyse. Peter Lang, Frankfurt am Main, S 255CrossRefGoogle Scholar
  4. 4.
    Statistik Austria (2017) Die Zuwanderung kompensiert den demographisch bedingten Rückgang im Erwerbsalter. www.statisik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bevoelkerung/demographisfche_prognosen/bevoelkerungsprognosen/index. Zugegriffen: 1. Juli 2017Google Scholar
  5. 5.
    Burtscher S (2009) Zuwandern_aufsteigen_dazugehören: Etablierungsprozesse von Eingewanderten. Studienverlag, Innsbruck, S 41Google Scholar
  6. 6.
    Tomaselli K (2017) Die Bevölkerung Vorarlbergs und die Staatsbürgerschaftsverleihungen im Jahr 2016. Amt der Vorarlberger Landesregierung, Bregenz, S 5Google Scholar
  7. 7.
    Keckeis J (2018) Ausbildungszugang in den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege für Personen mit türkischen Wurzeln in Vorarlberg. Masterthesis an der Medizinischen Universität WienGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Austria, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Universitätslehrgang „Transkulturelle Medizin und Diversity Care“, Postgraduate UnitMedizinische Universität WienWienÖsterreich
  2. 2.Beratungsstelle Feldkirchpro mente Vorarlberg (psychosoziale Gesundheit)FeldkirchÖsterreich

Personalised recommendations