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Who rückt „Pflege“ in den Fokus

Die WHO hat 2020 zum “International Year of the Nurse and Midwife“ ausgerufen. Anlass ist der 200. Geburtstag von Florence Nightingale, aber die Wahl ist natürlich aufgrund der aktuellen Bedarfslage besonders passend. Dabei zeigt sich allerdings die Tücke der deutschen Übersetzung für „Nurse“ der „Pflegende“, was denn auch weit verbreitet sowohl für die Fachpflege als auch für die Betreuung verwendet wird. Damit aber werden die Probleme vermischt und tragen nicht unwesentlich dazu bei, dass bis heute keine strukturierte Auseinandersetzung und zielführende Lösung bei uns entwickelt worden ist.

Die guten Absichten besonders des neuen Bundesministers für Soziales und Gesundheit und seines Teams sind unbestritten, die noch kurze Amtszeit lässt freilich keine schlüssige Beurteilung zu. Ziel muss letztlich sein, den Beruf so attraktiv zu machen, dass sich tatsächlich ausreichend junge Menschen entschließen, sich dafür ausbilden zu lassen und ihn dann auch auszuüben. Weil die vielfältigen Möglichkeiten des Pflegeberufs nicht nur herausfordernd, sondern auch lohnend sind — ideell und finanziell. Weil es einfach „cool“ ist, in der Gesundheits- und Krankenpflege zu arbeiten: In der Gemeinde, in der Schule, auf der Intensivstation, im Primärversorgungszentrum und auch in der Altenpflege.

Das braucht auch entsprechende Ausbildung und Bildung. Dazu soll mittelfristig die flächendeckende Etablierung von Berufsbildenden höheren Schulen für Sozial- und Gesundheitsberufe beitragen, die mit Matura und der Berufsausbildung abschließen, denn eine Errungenschaft, die die vergangenen 200 Jahre seit Florence Nightingale gebracht haben, ist der Zuwachs an Bildungsmöglichkeiten für immer breitere Bevölkerungsgruppen. Das sollte auch den zukünftigen Gesundheits- und Krankheitspflegepersonen ermöglicht werden, um das nötige Rüstzeug für eine spannende und erfolgreiche Karriere zu erwerben, das wünscht Ihnen und uns allen

Ihre

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Correspondence to Verena Kienast.

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Kienast, V. Who rückt „Pflege“ in den Fokus. ProCare 25, 1 (2020). https://doi.org/10.1007/s00735-020-1146-z

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