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ProCare

, Volume 24, Issue 9, pp 49–49 | Cite as

Pflegequalität erheben und verbessern

10 Jahre Jubiläum in Österreich
pflegemanagement
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Pflegequalität sichtbar machen und Veränderungen und Verbesserungen in der Praxis anstoßen. Das sind die Ziele der seit 2009 jährlich durchgeführten Pflegequalitätserhebung, die das Institut für Pflegewissenschaft der Medizinischen Universität Graz durchführt. Zum Jubiläum lud man Ende September zur Feier „10 Jahre Pflegequalitätserhebung in österreichischen Gesundheitseinrichtungen“ in die Aula des Med Campus der MedUniGraz. Mit mehr als 45.000 Patienten und Bewohner nahmen in den vergangenen 10 Jahren zahlreiche Gesundheitseinrichtungen an der Pflegequalitätserhebung in Österreich teil.

Das Team der Pflegequalitätserhebung unter Leitung von Christa Lohrmann (ganz rechts).

Photo: © Institut f. Pflegewissenschaft MedUniGraz

Neben einem Einblick in die Ergebnisse von zehn Jahren Pflegequalitätserhebung, präsentierten die Mitarbeiterinnen des Instituts für Pflegewissenschaft auch Hilfsmittel für die pflegerische Praxis. Diese umfassen zum Beispiel Handlungsempfehlungen zu Sturzprävention und Dekubitus sowie das Ghent Global Categorisation tool (GLOBIAD) zur Klassifizierung einer Inkontinenz-assoziierten Dermatitis. Poster informierten zu den Themen Dekubitus, Feuchtigkeit, Sturz und Fußgesundheit und die Teilnehmer konnten Einblick nehmen in den Online-Kurs zum Thema Mangelernährung im Alter.

Festveranstaltung zum 10 Jahre Jubiläum in der Aula der MedUniGraz.

Photo: © Institut f. Pflegewissenschaft MedUniGraz

Neben einem Einblick in die Ergebnisse von zehn Jahren Pflegequalitätserhebung, präsentierten die Mitarbeiterinnen des Instituts für Pflegewissenschaft auch Hilfsmittel für die pflegerische Praxis. Diese umfassen zum Beispiel Handlungsempfehlungen zu Sturzprävention und Dekubitus sowie das Ghent Global Categorisation tool (GLOBIAD) zur Klassifizierung einer Inkontinenz-assoziierten Dermatitis. Poster informierten zu den Themen Dekubitus, Feuchtigkeit, Sturz und Fußgesundheit und die Teilnehmer konnten Einblick nehmen in den Online-Kurs zum Thema Mangelernährung im Alter.

Spannende Einblicke in die eigenen Erfahrungen mit dem Instrument, gewährten Vertreterinnen einiger Einrichtungen, die bereits viele Jahre an der Pflegequalitätserhebung teilnehmen. Das LKH Univ.-Klinikum Graz beispielsweise war von Beginn an dabei und Pflegedirektorin Christa Tax, MSc, konnte mit ihrem Team bereits zahlreiche Verbesserungsprozesse in Gang setzen. Paul Bechtold vom Krankenanstalten Verbund Wien berichtete eindrücklich, wie, angestoßen durch die Pflegequalitätserhebung, in den Einrichtungen die Dekubitusprävalenz maßgeblich gesenkt wurde. Dies führte zu Kostenersparnissen im Millionen-Euro-Bereich. Ursula Klementin aus der Privatklinik Villach erzählte von den bemerkenswerten Verbesserungen basierend auf den Daten der Pflegequalitätserhebung in diesem Haus bereits umgesetzt werden konnten, wie beispielsweise die Einführung eines Ernährungsteams. Wie die Datenerhebung aus der Perspektive der Pflegepersonen erfolgt, beschrieben Nicole Schweyer und Christine Hagen- Glasow von den Landeskrankenhäusern Vorarlberg.

Erstmals wurden beim 10-Jahres-Jubiläum „Pflegequalitäts-Awards“ vom Pflegequalitätserhebungsteam Dr.in Silvia Bauer, Dr.in Doris Eglseer, Dr.in Manuela Hödl, Selvedina Osmancevic unter der Leitung von Univ. Prof.in Dr.in Christa Lohrmann vom Institut für Pflegewissenschaft verliehen. Insgesamt fünf Einrichtungen — LKH-Univ. Klinikum Graz, Barmherzige Brüder Wien, GGZ Albert Schweizer Klinik Graz, SMZ Süd — Kaiser- Franz-Josef-Spital Wien und Wilhelminenspital Wien — sowie das Bundesland Vorarlberg erhielten die Auszeichnung für ihre Leistungen und ihr Engagement, die Pflegequalität in ihren Einrichtungen aufgrund der teilweise langjährigen Teilnahme an der Erhebung zu optimieren.

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