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ProCare

, Volume 23, Issue 6–7, pp 1–1 | Cite as

Miteinander reden — selbst entscheiden

  • Verena Kienast
editorial
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Die Arbeiterkammer Wien hat vor kurzem eine neue Abteilung für den Bereich „Gesundheitsberuferecht und Pflegepolitik“ eingerichtet. Das Arbeitsfeld dieser für das gesamte Bundesgebiet tätigen Abteilung ist umfassend. Es reicht von den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter in den Gesundheitsberufen bis zu den pflegenden Angehörigen. Auslöser für die Einrichtung dieser Abteilung war der Beschluss der Registrierungspflicht für die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe sowie für die gehobenen medizinisch-technischen Dienste. Für unselbstständig tätige Angehörige dieser Berufe führt ja die Arbeiterkammer diese Registrierung durch. In diesem Umfeld, aber auch durch die demographische und gesellschaftliche Entwicklung, war und ist festzustellen, dass der Beratungsbedarf steigt. Sowohl für die zu Pflegenden, als auch für die Pflegenden selbst — auf jedem der zahlreichen Kompetenzlevel.

Als Arbeitnehmervertretung hat die Arbeiterkammer also dieses Bedürfnis erkannt und arbeitet seit vergangenem März mit fünf Mitarbeitern an der Strukturierung der doch sehr umfangreichen Materie, um praxisnah und kompetent zu informieren, zu beraten und zu unterstützen. Dementsprechend gibt es beispielsweise zielgruppenorientiert Veranstaltungen zu „bedarfsorientierter Personalberechnung“. Auch die 24-Stunden-Betreuung wird im kommenden Oktober zur Diskussion stehen und das Thema Pflegevorsorge, das sich von politischer Seite derzeit niemand so recht anzugehen getraut, im November.

Als nicht minder heikles Thema will das engagierte Team die Materie „Kooperation der Gesundheitsberufe“ in den Fokus stellen. Dazu soll es auch institutionalisierte Zusammenkünfte mit den Berufsverbänden geben. Wer sich kennt, spricht leichter miteinander und wer miteinander offen, sachlich und respektvoll spricht, kann auch zu sinnvollen Lösungen kommen. Zu Lösungen, die den jeweiligen Berufsgruppen gleichermaßen zugutekommen und wichtige Entscheidungen nicht jenen überlassen, die von der Sache selbst eher wenig Ahnung haben, sondern nur die Machtinteressen ihrer Klientel verfolgen

meint Ihre

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© Springer-Verlag Wien 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Deutschland

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