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Spektrum der Augenheilkunde

, Volume 31, Issue 3–4, pp 158–158 | Cite as

Medikamentöse Augentherapie

  • Beate Langner-WegscheiderEmail author
buchbesprechung
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Originalpublikation

Erb C, Schlote T. (Hrsg.) Medikamentöse Augentherapie. Stuttgart: Thieme Verlag, 2016, 576 Seiten, 260 Abb., ISBN: 9783131600462 | EUR 199,99 (D) | EUR 199,99 (A) | Auch als E‑Book erhältlich

Mehr als eine reine Auflistung von medikamentösen Optionen in der Therapie von Augenerkrankungen ist die neue Auflage von „Medikamentöse Augentherapie“ von Carl Erb und Torsten Schlote. In 26 gänzlich überarbeiteten Kapiteln werden nicht nur Therapeutika der neuesten Generation, deren Wirkungsweisen und Nebenwirkungen erörtert, sondern auch auf Klinik, Diagnostik, zum Teil Ätiologie, Pathogenese bis hin zur Prognose von Erkrankungen quer durch die Augenheilkunde wird eingegangen. Dadurch entsteht ein praktisches und umfangreiches Nachschlagewerk, das vor allem in der täglichen klinischen Praxis seine Anwendung finden kann. Rasch kann sich der Leser/die Leserin einen Überblick über die neuesten Guidelines in der Stufentherapie der endokrinen Orbitopathie verschaffen, ebenso wie einen Einblick in die etablierten und sich etablierenden Arzneimittel bei der intravitrealen Therapie einer choriodalen Neovaskularitsation oder einer posterioren nicht-infektiösen Uveitis gewinnen. Bereicherung entsteht durch die zumindest immer überlappend erwähnten, teilweise auch ausführlich besprochenen, nicht-medikamentösen Therapieoptionen wie Laser oder Chirurgie. Damit wird dem Gesichtspunkt der nicht streng zu trennenden konservativen und nicht-konservativen therapeutischen Ansätze diverser Erkrankungen erfreulich Folge geleistet.

Auffallend ist die Heterogenität der einzelnen Kapitel. Vermisst man Angaben zur Bioverfügbarkeit, Wechselwirkungen, Wirkungsdauer oder Nebenwirkungsspektrum einiger systemischer wie lokaler Antiherpetika und Antibiotika, ist das Spektrum der Glaukomtherapeutika sehr ausführlich dargestellt. Auch wird in ausgewählten Kapiteln auf Handelsnamen eingegangen, in den meisten anderen allerdings darauf zur Gänze verzichtet. Diese Diversität entsteht wohl unter anderem durch die zahlreichen mitwirkenden Autoren. Wenn als reines Nachschlagewerk verwendet, fällt sie wenig auf. Sollte es auch als Lehrbuch gedacht sein, wäre das ein wünschenswerter Ansatz zur Ergänzung und Optimierung in der 7. Auflage.

In Summe ist das Buch ein umfangreiches und bequemes Nachschlagewerk, das in der 6. neu überarbeiteten Auflage im Sommer 2016 im Thieme Verlag erschienen ist.

Notes

Interessenkonflikt

B. Langner-Wegscheider gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Univ.-Augenklinik GrazGrazÖsterreich

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