Advertisement

STANDORT

, Volume 22, Issue 2, pp 12–20 | Cite as

Weiterentwicklung der Zentrenstruktur in Verdichtungsräumen

Das Beispiel Nordraum Hannover
  • Ralf-Peter Koschny
  • Klaus Mensing
  • Götz H.-G. von Rohr
Angewandte Geographie
  • 84 Downloads

Die Verdichtungsräume werden zunehmend geprägt von einem anhaltenden Ansiedlungs– und Erweiterungsdruck großflächiger Einzelhandelsbetriebe. Dadurch werden Auswirkungen auf die Zentren– und Versorgungsstrukturen befürchtet. Die Flächennachfrage betrifft insbesondere die verkehrsgünstigen, nicht zentrenintegrierten Standorte innerhalb der Kernstadt sowie Standorte in den angrenzenden Städten und Gemeinden. Darüber hinaus existieren bereits vielfach Einzelhandelsagglomerationen mit hohem Anteil an großflächigen Vertriebsformen. Grundlage für die raumordnerische Beurteilung von Großflächen– und Einzelhandelsprojekten ist das – in Niedersachsen dreistufige – System der Zentralen Orte (Ober– Mittel– und Grundzentren), auf Basis dessen in den Regionalen Raumordnungsprogrammen (RROP) nähere Aussagen getroffen werden. Allgemein besteht dabei die regionalplanerische Forderung nach funktionaler und regionaler Integration von Einzelhandelsvorgaben bzw. –standorten in die städtische und regionale Versorgungsstruktur:

• Art und Umfang des Vorhabens (Versorgungsbedeutung, ausgedrückt in der Einzelhandelszentralität und dem Einzugsbereich) sollen der zentralörtlichen Bedeutung der Standortkommune entsprechen.

• In engem Zusammenhang damit sollen die Gesamtstrukturen des Einzelhandels und der Einzugsbereich in einem angemessenen Verhältnis zur Bevölkerungszahl im Verflechtungsbereich stehen bzw. diesen nicht wesentlich überschreiben (wobei die Verflechtungsbereiche in Niedersachsen nicht weiter definiert sind).

Faktisch sind jedoch – neben dem Netz der Zentralen Orte – sekundäre, angebotsorientierte Standortnetze des großflächigen Einzelhandels entstanden. Aus Sicht der Raumordnung stellt sich somit das Problem, dass die Zentrale–Orte–Hierarchie als Bewertungsgrundlage insbesondere für städtebaulich schwer integrierbare großflächige Einzelhandelsbetriebe gerade in Verdichtungsräumen unzureichend ist (vgl. CONVENT & v. Rohr 1997.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Ralf-Peter Koschny
    • 1
  • Klaus Mensing
    • 2
  • Götz H.-G. von Rohr
    • 3
  1. 1.gesa Gesellschaft für Handels–, Standort– und Immobilienberatung mbH, Bogenstraße 45, 20144 HamburgDE
  2. 2.CONVENT Planung und Beratung GmbH, Haubachstraße 74, 22765 HamburgDE
  3. 3.Universität Kiel, Geographisches Institut, Ludewig-Meyn-Straße 14, 24089 KielDE

Personalised recommendations