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Standort

pp 1–1 | Cite as

Editorial

  • Ute Christina BauerEmail author
Editorial
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Liebe Leserin, lieber Leser,

das STANDORT-Varia-Heft, welches Sie in den Händen halten, spiegelt mit einer bunten Mischung von Beiträgen erneut die Vielfalt unseres Faches wider. So zeigen Veronika Steffens, Gideon Hartmann und Peter Dannenberg am Beispiel des Southern Agricultural Growth Corridor of Tanzania (SAGCOT), dass die in den 1960er- und 1970er-Jahren schon einmal sehr populären Wachstumskorridore derzeit eine Renaissance erleben – in den Großregionen des globalen Südens. Die Vorzeichen haben sich jedoch geändert: Während früher v. a. der Ausbau der linearen Infrastruktur zur Entwicklung ländlicher Regionen im Fokus stand, um ländliche Regionen zu entwickeln, sollen es nun regionalwirtschaftliche Cluster, Public-Private-Partnerships und eine Einbindung in globale Wertschöpfungsketten richten.

Um den Erhalt guter Bildungs- und ÖPNV-Infrastrukturen in den ländlichen Räumen Deutschlands sorgen sich Alice Gebauer, Jana Fingerhut, Jörg Lahner und Jan Schlüter. Sie befassen sich am Beispiel der südniedersächsischen Mittelstadt Northeim mit den Möglichkeiten von Berufsschülern, ihre jeweilige Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ihre These: Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels kommt den Schülerinnen und Schülern berufsbildender Schulen eine wichtige Rolle zu, berufsbildende Schulen erlangen daher eine große wirtschaftliche Bedeutung für ländliche Räume. Die Erreichbarkeit dieser Schulen mit Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs ist eine Herausforderung, ohne deren Lösung eine attraktive Bildungslandschaft auch in ländlichen Räumen kaum zu sichern ist.

Im dritten Fachbeitrag stellen Patrick Werner, Vanessa Hünnemeyer und Sebastian Henn ein Verfahren vor, das ermöglichen soll, auch für Städte jenseits der großen deutschen Büromarktimmobilienstandorte Büromarktberichte zu erstellen. Es umfasst eine Metaanalyse, eine Feldbegehung, eine schriftliche Befragung sowie die darauf aufbauende Auswertung, Interpretation und Plausibilitätsprüfung der Daten.

Dass die Immobilienbranche inzwischen zum wichtigen Berufsfeld für Geografinnen und Geografen avanciert ist, wird auch im STANDORT-Gespräch mit dem DVAG-Vorsitzenden Jan Kotonski deutlich. Er stellt das Arbeitsgebiet vor, erörtert die Chancen, die es Absolventinnen und Absolventen unseres Faches bietet, und schildert die Aktivitäten des DVAG.

Sehr praxisnah ist auch der Artikel von David Bongartz. Er stellt ein erfolgreiches Projekt des Regionalmarketings vor, das die Wirtschaftsförderung der Stadt Mönchengladbach entwickelt hat: die Vermarktung des aus der Region stammenden Technik- und Flugzeugpioniers Hugo Junkers. In einem nach ihm benannten Flugzeughangar am Flughafen Mönchengladbach fand eine der letzten legendären „Ju 52“-Maschinen ein neues Zuhause.

Eine anregende Lektüre wünscht

Ute Christina Bauer

STANDORT-Redakteurin

Copyright information

© Deutscher Verband für Angewandte Geographie (DVAG) 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Pressebüro Transit BerlinPro MediaBerlinDeutschland

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