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, Volume 42, Issue 2, pp 90–97 | Cite as

„Wie ein Dorf mitten in der Stadt?“

Das Wohnprojekt „Nils“ im Goetheviertel von Kaiserslautern – Potenziale einer Quartiersvernetzung
  • Michaela EhbrechtEmail author
  • Annette Spellerberg
Angewandte Geographie
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Zusammenfassung

Nach Vorbild des Bielefelder Modells wurde im Goetheviertel von Kaiserslautern das integrative Wohnprojekt „Nils – Wohnen im Quartier“ errichtet. Nils steht für nachbarschaftliches, inklusives, lebenswertes und selbstbestimmtes Wohnen für Jung und Alt, für Menschen mit und ohne Einschränkungen und für eine enge Vernetzung mit dem umliegenden Quartier. Um die Potenziale einer Quartiersvernetzung im Goetheviertel zu untersuchen und das Quartiersmanagement in der Maßnahmenentwicklung bezogen auf Vernetzungsstrategien zu unterstützen, wurde eine Sozialraumanalyse basierend auf einem Methodenmix durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass es sowohl einen Bedarf als auch eine Bereitschaft für den Ausbau bestehender Netzwerke gibt. Bei der Maßnahmenentwicklung sollte jedoch auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Planung und Spontaneität geachtet werden, um so durch zwanglose Angebote Raum für natürliche Vernetzungen zu schaffen.

Schlüsselwörter

Quartiersforschung Sozialraumanalyse Wohnprojekte Vernetzung Netzwerke Bielefelder Modell Integratives, generationsübergreifendes Wohnen 

Abstract

In order to establish a new residental concept, the integrative, intergenerational housing project “Nils – Wohnen im Quartier” (Living in the neighbourhood) was built in Kaiserslautern. Following the “Bielefeld model”, the project aims to combine neighborly, inclusive, liveable and self-determined living for young and old people with and without disabilities. Within the residential project and within the surrounding district networks and community are strengthened. The Department of Urban Sociology at the TUK has conducted a social space analysis in order to firstly, examine the potential of this intend and secondly, to support the neighborhood management with regard to the development of measures.

The results show that there is a need and a willingness to expand existing networks. In developing the measures, however, a balance should be made between planning and spontaneity in order to create space for networking through informal offers.

Keywords

neighbourhood research Social space analysis Housing project Networks Bielefeld model Integrative, intergenerational living 

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fachgebiet StadtsoziologieTU KaiserslauternKaiserslauternDeutschland

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