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Kommentar II zum Fall: „Palliativversorgung und Transplantation – eine Unmöglichkeit?“

  • Eberhard Albert LuxEmail author
Fall und Kommentare
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Was ist aus diesem Fall zu lernen? Den ALS-Patienten im Rahmen der psychosozialen Anamnese zu Betreuungsbeginn nach Erkrankungen seines Bruders zu fragen, ist leider unterblieben. So hätte man ggf. frühzeitiger nicht nur das Thema eines Behandlungsabbruchs, sondern auch das der Transplantation diskutieren können und müssen. Vielleicht hätte der Gedanke der Lebendspende mit Explantation nur einer Niere und anschließender Rückkehr in die Häuslichkeit eine Chance gehabt. Mit Beginn der Palliativversorgung sollten zukünftig psychosoziale Aspekte noch sensibler erfasst werden, der regelhafte Besuch der Patienten durch einen Palliativmediziner oder pflegerischen, Palliative Care qualifizierten Pflegenden kann hier ein Weg sein. Dass aber aus einer Universitätsklinik ein Argument vorgetragen wird, dem nachvollziehbaren Patientenwunsch und -recht auf Behandlungsabbruch aufgrund von Bedenken wegen möglichem Fehlverständnis von Mitarbeitern hinsichtlich einer „Tötung auf Verlangen“ nicht zu...

Notes

Interessenkonflikt

E.A. Lux gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2020

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Schmerz- und PalliativmedizinKatholisches Klinikum Lünen-Werne GmbHLünenDeutschland

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