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Gunnar Duttge, Christian Lenk (Hrsg) (2019) Das sogenannte Recht auf Nichtwissen. Normatives Fundament und anwendungspraktische Geltungskraft

mentis Verlag, Paderborn, 270 Seiten, 59,00 €, ISBN 978-3957431349
  • Matthis KrischelEmail author
Rezension
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In der modernen Medizin gibt es ein Spannungsfeld zwischen der Erwartung eines „informierten Patienten“ und „aufgeklärten Bürgers“ auf der einen Seite und eines z. B. in der Bioethikkonvention des Europarates und im deutschen Gendiagnostikgesetz festgeschriebenen Rechts auf Nichtwissen auf der anderen Seite. Der Frage, wie mit diesem scheinbaren Widerspruch umgegangen werden kann, widmete sich zwischen 2013 und 2015 eine interdisziplinäre, durch das BMBF geförderte Arbeitsgruppe an der Universität Göttingen. Perspektiven aus dieser Gruppe und den Disziplinen Recht, Philosophie, Soziologie und Medizin vereint der vorliegende Band.

In seiner thematischen Einführung weist Gunnar Duttge darauf hin, dass das bloße Wissen um genetische Anlagen für Krankheiten selbst Schaden zufügen kann, wenn etwa „die abstrakte Sorge um spätere Erkrankungen schon zum jetzigen Zeitpunkt – u. U. viele Jahre vor tatsächlichem Ausbruch der Krankheit – einen konkret-realen Platz im Leben und im Selbstverständnis...

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Authors and Affiliations

  1. 1.DüsseldorfDeutschland

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