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Ethik in der Medizin

, Volume 17, Issue 4, pp 310–311 | Cite as

Probleme einer Palliativbetreuung am Lebensende

Fall & Kommentare

Der ca. 60 Jahre alte Herr A. wird in der Hals-Nasen-Ohren- (HNO-)Klinik eines österreichischen Landeskrankenhauses wegen Schluckstörungen untersucht. Er ist Frühpensionist und im Alltagsleben selbstständig; aus der Anamnese ist eine Alkoholkrankheit bekannt. Seine nächsten Angehörigen sind seine Mutter, ein Bruder und seine Lebensgefährtin.

Die Diagnostik ergibt ein ausgedehntes Hypopharynxkarzinom mit lokaler Metastasierung. Der Patient zeigt nach der Tracheostomaversorgung weiterhin Schluckunfähigkeit mit rapidem körperlichen Verfall. Er wird immobil und muss parenteral ernährt werden. Die vorliegenden Laborbefunde zeigen katastrophale Werte bei einer deutlichen Entzündungssituation. Die Leberzirrhose ist dekompensiert; hinzu kommen schwere, kaum beherrschbare Blutbild- und Gerinnungsprobleme sowie chronische Schmerzen.

Bei der Fallbesprechung (HNO mit Onkologe und Strahlentherapeut) wird jegliche Intervention bezüglich einer Operation bzw. Chemotherapie natürlich verworfen und eine...

Notes

Interessenkonflikt:

Keine Angaben

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