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Schach und Matt

  • Ulrich LamparterEmail author
Freier Einfall
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Wer das edle Schachspiel aus Büchern erlernen will, der wird bald erfahren, dass nur die Eröffnungen und Endspiele eine erschöpfende systematische Darstellung gestatten, während die unübersehbare Mannigfaltigkeit der nach der Eröffnung beginnenden Spiele sich einer solchen versagt. Eifriges Studium von Partien, in denen Meister miteinander gekämpft haben, kann allein die Lücke in der Unterweisung ausfüllen. Ähnlichen Einschränkungen unterliegen wohl die Regeln, die man für die Ausübung der psychoanalytischen Behandlung geben kann. (Freud 1913, S. 454)

So Freud in seiner „technischen Schrift“: Zur Einleitung der Behandlung. Freud macht mit dieser Analogie unmittelbar plausibel: In der Psychoanalyse gibt es nur „Spielregeln“, jedoch keine vorab festgelegte Vorgehensweise, die man theoriegeleitet aus Büchern erlernen kann. Es geht vielmehr um Konstellationen, die einzigartig sind. Das ist die wesentliche Botschaft der „Schachspiel-Metapher“. Sie gehört zu meinen Lieblingsstellen bei...

Notes

Interessenkonflikt

U. Lamparter gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. Freud S (1913) Zur Einleitung der Behandlung. GW Bd. 8. Fischer, Frankfurt a.M., S 454–478Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.HamburgDeutschland

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