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Jahresbericht 2017 des Deutschen Herzschrittmacher- und Defibrillator-Registers – Teil 2: Implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD)

Fachgruppe Herzschrittmacher und Defibrillatoren beim IQTIG – Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen
  • A. MarkwitzEmail author
  • Bundesfachgruppe Herzschrittmacher und Defibrillatoren
Deutsches Herzschrittmacher- und Defibrillator-Register
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Annual report 2017 of the German pacemaker- and defibrillator register - Part 2: implantable cardioverter defibrillators (ICD).

Working group on Cardiac pacemaker and implantable cardioverter-defibrillators at the IQTIG – Institute of Quality Assurance and Transparency in Healthcare

Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung

  • Datenbasis
    • Datenvolumen

    • Demografische Daten

  • Implantationen
    • Indikation zur ICD-Implantation

    • ICD-Systemauswahl

    • Operationsdaten

  • Aggregatwechsel

  • Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

  • Internationaler Vergleich
    • Datenbasis

    • Indikationen zur ICD-Therapie

    • Operationsdaten

  • Zusammenfassung und Ausblick

  • Literatur

  • Tabellenverzeichnis

  • Abbildungsverzeichnis

Einleitung

Wie bereits in der Einleitung von Teil 1 ausgeführt, unterscheidet sich dieser 17. Jahresbericht des Deutschen Herzschrittmacher- und Defibrillator-Registers wie in den beiden Vorjahren von den vorherigen Berichten. Die Gründe dafür sind dort ausgeführt, seien aber für den Leser, der Teil 2 des Registerberichts zuerst liest, nochmals kurz zusammengefasst: Die Details der sekundären Nutzung der bei den verpflichtenden Maßnahmen der Qualitätssicherung erhobenen Daten sind immer noch ungeklärt, und deren Klärung ist die Voraussetzung für die früher üblichen Sonderauswertungen und die Tabellen des Anhangs. Das bedeutet, dass die in diesem Bericht wiedergegebenen Daten ausschließlich wegen ihres primären Zwecks, der Qualitätssicherung, verfügbar sind, wohingegen die vielen sonstigen Daten, die ggf. nach Sonderauswertungen der Versorgungsforschung dienen könnten, bisher nicht genutzt werden dürfen. Damit ist dieser Bericht auch deutlich kürzer.

Grundlage des Berichts sind die Bundesauswertungen der für die jeweiligen Verfahren der externen Qualitätssicherung publizierten Daten [1], für einige Vergleiche wurden zudem die Daten vorausgegangener Berichte des Deutschen Herzschrittmacher- und Defibrillator-Registers verwendet [2].

Die im Folgenden vorgestellten und kommentierten Ergebnisse der Operationen bei Patienten mit implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) aus dem stationären Bereich im Jahr 2017 in Deutschland geben einen deutlich gröberen Überblick als zuvor. Der traditionelle Vergleich mit den Registern aus Schweden und der Schweiz ist dennoch möglich [3, 4]. Auf die Ergebnisse der dänischen Kollegen müssen wir demgegenüber leider wieder verzichten, da diese seit 2016 keine neuen Ergebnisse publiziert haben.

Über Eingriffe aus dem ambulanten Bereich können wir nach wie vor nicht berichten, da die Ermittlung der Daten zur externen Qualitätssicherung (noch) nicht sektorenübergreifend erfolgt. Es ist aber davon auszugehen, dass die Zahl der Eingriffe, die im ambulanten Bereich durchgeführt werden, extrem niedrig ist, weil sie mit Ausnahme von einzelnen Sondervereinbarungen nicht vergütet werden.

Datenbasis

Datenvolumen

Die Zahl der Krankenhäuser, die in Deutschland ICD-Operationen durchführen, ist in 2017 in allen Leistungsbereichen nahezu unverändert geblieben. Die Eingriffszahlen haben insbesondere bei den Neuimplantationen, aber auch bei den Aggregatwechseln und den Revisionsoperationen erneut abgenommen, sodass insgesamt ein beachtlicher und in diesem Ausmaß einmaliger Rückgang von über 4000 Eingriffen resultiert. Die Rate der Revisionen an allen ICD-Eingriffen liegt mit 19 % wieder auf dem Niveau von 2015 und über dem Vorjahresergebnis von 18,6 % und v. a. deutlich höher als die entsprechende Rate bei den Herzschrittmacheroperationen von 10,8 % (Tab. 1).
Tab. 1

Übersicht ausgewerteter Datensätze im Vergleich zu den Vorjahren

Datenbasis

2015

2016

2017

Krankenhäuser

09/4: Implantationen

751

771

763

09/5: Aggregatwechsel

669

688

687

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

612

617

614

Eingriffe

09/4: Implantationen

30.002

28.953

25.824

09/5: Aggregatwechsel

10.078

11.155

10.711

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

9384

9188

8580

Alle 3 Leistungsbereiche (Summe)

49.464

49.296

45.115

Die Zahl der Institutionen, die weniger als 20 ICD-Operationen in 2017 durchgeführt haben, ist im Vergleich zu den Vorjahren in allen Leistungsbereichen weiter angestiegen, und damit nach wie vor sehr hoch (Tab. 2). Insgesamt wird in 46 % der Institutionen nur alle 2 Wochen eine ICD-Implantation durchgeführt, bei den Aggregatwechseln liegt die entsprechende Rate bei 75 %, bei den Revisionen bei 81 %. Manche sprechen in diesem Zusammenhang von „Gelegenheitschirurgie“ und meinen damit nichts Gutes.
Tab. 2

Operationsvolumina der meldenden Krankenhäuser

Anzahl gemeldeter ICD-Operationen

2015

2016

2017

Krankenhäuser

Neuimplantationen

<20

306

333

348

20 und mehr

445

438

415

Aggregatwechsel

<20

510

514

513

20 und mehr

159

174

174

Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

<20

488

494

497

20 und mehr

124

123

117

Beispiel: In 306 Krankenhäusern wurden 2015 weniger als 20 Neuimplantationen vorgenommen

Die Datenvollständigkeit (Tab. 3) zeigt im Vergleich zum Vorjahr (Tab. 4) wenig Veränderungen und ist im Vergleich zu den ebenfalls fast perfekten Zahlen bei den Herzschrittmachern sogar noch etwas besser. Bei den Zahlen über 100 % handelt es sich am ehesten um Kodierfehler oder Doppelerfassungen.
Tab. 3

Vollzähligkeit der ausgewerteten Datensätze bzw. Krankenhäuser im Jahr 2017 (Minimaldatensätze berücksichtigt)

Datenbasis 2017

Ist

Soll

%

Krankenhäuser

09/4: Implantationen

763

759

100,5

09/5: Aggregatwechsel

687

683

100,6

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

615

616

99,8

Eingriffe

09/4: Implantationen

25.846

25.764

100,3

09/5: Aggregatwechsel

10.712

10.656

100,5

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

8598

8580

100,2

Die Angaben zur Anzahl der meldenden Krankenhäuser und zur Menge der Datensätze in Tab. 3 weichen von den Einträgen in Tab. 1 ab, da auch Minimaldatensätze mitgezählt werden

Tab. 4

Vollzähligkeit der ausgewerteten Datensätze bzw. Krankenhäuser im Jahr 2016 (Minimaldatensätze berücksichtigt)

Datenbasis 2016

Ist

Soll

%

Krankenhäuser

09/4: Implantationen

771

769

100,3

09/5: Aggregatwechsel

690

686

100,6

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

619

619

100,0

Eingriffe

09/4: Implantationen

28.953

28.930

100,1

09/5: Aggregatwechsel

11.160

11.111

100,4

09/6: Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

9201

9170

100,3

Die Angaben zur Anzahl der meldenden Krankenhäuser und zur Menge der Datensätze in Tab. 4 weichen von den Einträgen in Tab. 1 ab, da auch Minimaldatensätze mitgezählt werden

Demografische Daten

Die Anzahl der Eingriffe pro Institution liegt in allen Eingriffsklassen wie in allen Vorjahren unter den entsprechenden Zahlen für die Herzschrittmacher. Auf den hohen Anteil an Revisionsoperationen wurde bereits hingewiesen. Männer sind weiter deutlich häufiger vertreten als bei den Herzschrittmacheroperationen, und die ICD-Patienten sind nicht unerwartet im Durchschnitt weiter um einiges jünger als die Schrittmacherpatienten. Die Verweildauern bleiben stabil und gehen nicht weiter zurück. Beim Vergleich mit den Herzschrittmachereingriffen ist die vergleichsweise kürzere Verweildauer nach ICD-Neuimplantationen eher unerwartet (Tab. 5). Insgesamt liegt die Verweildauer allerdings deutlich über der unteren Grenzverweildauer (uGVD), was insofern überrascht, als man bei den ICD-Neuimplantationen und ICD Aggregatwechseln in der überwiegenden Zahl von elektiven Eingriffen ausgehen kann, bei deren Überprüfungen durch den MDK eine Überschreitung der uGVD selten toleriert wird.
Tab. 5

Demografische Daten zu Implantationen, Aggregatwechseln und Revisionen/Systemwechseln/Explantationen

  

2015

2016

2017

09/4

Implantationen

Anzahl Eingriffe

30.002

28.953

25.824

– Im Mittel je Institution

39,9

37,6

33,8

Männliche Patienten

77,9 %

78,0 %

78,2 %

Weibliche Patienten

22,1 %

22,0 %

21,8 %

Patienten <60 Jahre

24,8 %

24,8 %

25,9 %

Patienten 90 Jahre und älter

0,1 %

0,2 %

0,2 %

Mittlere postoperative Verweildauer (Tage)

4,1

4,0

4,0

09/5

Aggregatwechsel

Anzahl Eingriffe

10.078

11.155

10.711

– Im Mittel je Institution

17,8

16,2

15,6

Männliche Patienten

77,1 %

76,8 %

76,4 %

Weibliche Patienten

22,8 %

23,2 %

23,6 %

Patienten <60 Jahre

17,9 %

17,3 %

17,1 %

Patienten 90 Jahre und älter

0,5 %

0,7 %

0,9 %

Mittlere postoperative Verweildauer (Tage)

2,1

2,0

2,0

09/6

Revisionen, Systemwechsel, Explantationen

Anzahl Eingriffe

9384

9188

8580

– Im Mittel je Institution

12,1

14,8

14,0

Männliche Patienten

78,7 %

77,9 %

77,7 %

Weibliche Patienten

21,3 %

22,1 %

22,3 %

Patienten <60 Jahre

23,8 %

23,1 %

22,8 %

Patienten 90 Jahre und älter

0,3 %

0,2 %

0,2 %

Mittlere postoperative Verweildauer (Tage)

5,4

5,3

5,3

Implantationen

Indikation zur ICD-Implantation

Die Primärprävention bleibt die mit Abstand häufigste Indikation zur ICD-Implantation (Tab. 6).
Tab. 6

Führende Indikation der ICD-Implantation

Führende Indikation für die ICD-Implantation

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Primärprävention

21.840

72,8

20.841

72,0

17.584

70,1

Sekundärprävention

8162

27,2

8088

28,0

7510

29,9

Alle Eingriffe

30.002

100,0

28.929

100

25.094

100

Die Indikationen bzw. Symptome, die eine sekundärpräventive ICD-Implantation begründeten, sind in Abb. 1 und 2 aufgeführt und bleiben weiter konstant.
Abb. 1

Zahlenmäßige Verteilung der indikationsbegründenden klinischen Ereignisse bei Sekundärprävention. (VF Kammerflimmern, VT ventrikuläre Tachykardie, NSVT nichtanhaltende ventrikuläre Tachykardie. Beispiel: Im Jahr 2015 wurde bei 3081 Implantationen zur Sekundärprävention Kammerflimmern als indikationsbegründendes klinisches Ereignis angegeben)

Abb. 2

Zahlenmäßige Verteilung der indikationsbegründenden klinischen Ereignisse bei Sekundärprävention. (Beispiel: Im Jahr 2015 wurde bei 3421 Implantationen zur Sekundärprävention eine Reanimation als Symptomatik angegeben)

Der Grad der Leitlinienkonformität liegt im Jahr 2017 aufgrund eines neuen Auswertungsalgorithmus mit 89 % unterhalb des angestrebten Ziels von 90 % und niedriger als im Vorjahr (94,4 %). Es bleibt abzuwarten, ob sich die Leitlinienkonformität wie bei den Herzschrittmachern im nächsten Jahr wieder im Zielbereich befindet.

ICD-Systemauswahl

Bei der Auswahl der ICD-Systeme zeigen sich kaum Veränderungen, nur die Rate der vollständig subkutan/submuskulär implantierbaren ICD (S-ICD) nimmt weiter zu (Abb. 3).
Abb. 3

Prozentuale Verteilung der ICD-Systeme bei Implantationen. (CRT+ CRT System mit Vorhofsonde, CRT− CRT-System ohne Vorhofsonde)

Die Angabe der Hersteller wird ab 2017 ebenso nicht mehr abgefragt wie Einzelheiten zu den verwendeten Sonden, sodass wir die diesbezüglichen Angaben ab jetzt schuldig bleiben müssen.

Operationsdaten

Noch mehr als bei den Herzschrittmachern fällt die unverständlich seltene Verwendung der Vena cephalica auf (Tab. 7), obwohl die Vena cephalica bei der Patientengruppe, die einen ICD benötigen, erfahrungsgemäß häufiger für einen Sondenvorschub geeignet ist als bei Schrittmacherpatienten. Allerdings hat die Rate in den letzten Jahren, insbesondere in 2017 zugenommen, sodass der Tiefpunkt der Entwicklung hinter uns liegen könnte.
Tab. 7

Venöser Zugang bei ICD-Implantationen

Venöser Zugang

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Vena cephalica

10.082

33,6

9813

33,9

9114

35,3

Vena subclavia

21.580

71,9

20.153

69,7

17.328

67,1

Andere

1347

4,5

1736

6,0

1912

7,4

Die Operationszeiten bei der ICD-Implantation liegen im Median nur noch wenige Minuten über den Ergebnissen bei der Implantation von Herzschrittmachern, nur für CRT-D-Systeme brauchen die Operateure weiterhin mehr als 10 min länger als für CRT-P-Systeme. Die Implantation eines S‑ICD Systems dauert in Deutschland offensichtlich genau so lange wie die eines DDD-ICD-Systems (Tab. 8).
Tab. 8

Operationszeiten (Median) in Minuten bei Implantationen 2016 und 2017 (bezogen auf alle Fälle mit gültiger Angabe zur Operationsdauer >0)

ICD-System

2016

2017

Median

n

MW

Median

VVI

41

9716

45,0

40

VDD/DDD

55

6164

60,3

54

CRT

102

8629

108,1

101

S‑ICD

55

1306

58,6

55

Gesamt

59

25.824

70,5

58

Die Verteilung der Operationszeiten zeigt Abb. 4. Es wird deutlich, dass insbesondere die Implantation eines CRT-D-Systems in einem nennenswerten Prozentsatz von 5 % durchaus länger als 3 h dauern kann, und daher immer noch deutlich zeitaufwändiger ist als die Implantation der anderen ICD-Systeme.
Abb. 4

Perzentile der Operationszeiten im Jahr 2017. (Beispiel: Im Jahr 2017 waren 5 % aller Implantationen eines 1‑Kammer-ICD-Systems nach 20 min beendet)

Die Ergebnisse für das Dosisflächenprodukt sind in Tab. 9 dargestellt und zeigen wie bei den Herzschrittmachern eine kontinuierliche Abnahme der Strahlenbelastung um 9–17 % beim Median und der 75. Perzentile, sind aber weiterhin deutlich höher als bei den Herzschrittmachereingriffen. Zudem sind die Werte bei der 95. Perzentile mit 6253,70 cGy × cm2 bemerkenswert, weil damit die Strahlenbelastung von 5 % der Patienten fast doppelt so hoch ist als im Median bei der Implantation einer im Jahr 2017 in Deutschland kathetergestützt eingesetzten Aortenklappenprothese [5].
Tab. 9

Ergebnisse für das Dosisflächenprodukt 2017 im Vergleich zu 2016

Dosisflächenprodukt (cGy × cm2)

 

2015

2016

2017

MW

2064

1908

1569

Median

687

617

522

75. Perzentil

1950

1777

1468

Die Ergebnisse der Reizschwellenbestimmung sowie der Ermittlung der intrakardialen Signalamplituden bleiben im Vergleich zum Vorjahr identisch und sind weiterhin im Bereich der Ergebnisse der Herzschrittmachertherapie (Tab. 10).
Tab. 10

Ergebnisse der Reizschwellenmessungen und Bestimmungen der intrakardialen Signalamplituden bei Implantationen (jeweils bezogen auf alle Fälle mit gültiger Angabe)

Sonde/Messung

2016

2017

Median

n

MW

Median

Vorhofsonde

Reizschwelle (V)

0,7

11.913

0,78

0,7

P‑Wellen-Amplitude (mV)

2,8

13.701

3,08

2,8

RV-Sonde

Reizschwelle (V)

0,6

24.477

0,63

0,6

R‑Wellen-Amplitude (mV)

12

24.008

13,43

12

LV-Sonde

Reizschwelle (V)

0,9

8233

1,02

0,9

MW Mittelwert

Die Häufigkeit der Bestimmung der sogenannten Defibrillationsschwelle (DFT) hatte in den letzten Jahren auf Werte um 10 % abgenommen, da der Verzicht auf die DFT-Bestimmung nach dem Erscheinen von 2 Studien [6, 7] inzwischen als Standard gilt. Folgerichtigerweise werden Daten zur DFT seit 2017 nicht mehr erfasst.

Die Aggregattasche wird mit zunehmender Häufigkeit subkutan bzw. subfaszial, d. h. auf dem M. pectoralis major angelegt, ein Trend, der aus den vergangenen Jahren bekannt ist (Tab. 11). Die Schweizer wählen dies Vorgehen allerdings noch häufiger, nämlich bei über 90 % der Implantationen. An dieser Stelle wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass der Verzicht auf die Präparation einer submuskulären Tasche im Hinblick auf die nach wie vor nicht kleinen Dimensionen mancher Aggregate nicht bei jedem Patienten unbedenklich erscheint.
Tab. 11

Position der Aggregattasche

Aggregatposition

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Infraklavikulär subkutan

6250

20,8

6112

21,1

5272

20,4

Infraklavikulär subfaszial

10.973

36,6

10.671

36,9

10.118

39,2

Infraklavikulär submuskulär

12.291

41,0

11.185

38,7

9371

36,3

Abdominal

41

0,1

41

0,1

54

0,2

Andere

447

1,5

920

3,2

1009

3,9

Inwieweit die in Deutschland bemerkenswert hohe Zahl an Infektionen und Perforationen (Tab. 19) mit der Praxis der Taschenanlage zusammenhängt, kann nicht schlüssig beantwortet werden.

Die Häufigkeit perioperativer Komplikationen hat im Vergleich zu den Vorjahren bei den Absolutzahlen weiter abgenommen, relativ aber wieder zugenommen, ohne das Niveau von 2015 wieder zu erreichen (Abb. 5 und Tab. 12).
Abb. 5

Überblick über die perioperativen Komplikationen nach Implantation. (CPR Reanimation, Pneu interventionspflichtiger Pneumothorax, HT Hämatothorax, PE Perikarderguss, Hämatom interventionspflichtiges Taschenhämatom, Dislok. Sondendislokation, Dysf. Sondendysfunktion, Wundinf. postoperative Wundinfektion nach Definition der CDC, Sonstige Fälle mit mind. einer sonstigen interventionspflichtigen perioperativen Komplikation)

Tab. 12

Perioperative Komplikationen bei Implantationen in den Jahren 2015, 2016 und 2017 im Vergleich

Perioperative Komplikationen

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Kardiopulmonale Reanimation

33

0,1

27

0,09

31

0,12

Pneumothorax

109

0,4

87

0,3

84

0,3

Perikarderguss

30

0,1

33

0,1

34

0,1

Taschenhämatom

78

0,3

52

0,2

45

0,2

Hämatothorax

21

0,1

8

0,03

10

0,04

Wundinfektion (CDC)

4

0,01

7

0,02

5

0,02

Sondendislokation

169

0,6

155

0,5

145

0,6

Sondendysfunktion

62

0,2

49

0,2

30

0,1

Sonst. interventionspflichtige Komplikation

32

0,1

28

0,1

22

0,1

Mindestens eine perioperative Komplikation

518

1,7

417

1,4

386

1,5

Die Anzahl der Sondenkomplikationen zeigt die gleiche Entwicklung (Tab. 13).
Tab. 13

Perioperative Komplikationen bei Sonden 2015, 2016 und 2017 – Details (Prozentzahlen beziehen sich auf die Gesamtzahl der jeweils implantierten Sonden)

 

2015

2016

2017

Dislokationen

n

%

n

%

n

%

Vorhofsonde

62

0,4

68

0,4

69

0,5

RV-Sonde

82

0,3

67

0,2

55

0,2

LV-Sonde

30

0,3

26

0,3

29

0,4

Dysfunktionen

n

%

n

%

n

%

Vorhofsonde

14

0,1

7

0,0

≤3

0,0

1. Ventrikelsonde

37

0,1

37

0,1

21

0,1

2. Ventrikelsonde

11

0,1

6

0,1

5

0,1

Aggregatwechsel

Die relative Häufigkeit dieser Eingriffe hat mit 23,7 % im Vergleich zum Vorjahr (22,6 %) erneut zugenommen und liegt über der Rate bei der Schrittmachertherapie (16,2 %). Die Laufzeiten der Aggregate sind weiterhin um ca. 3 Jahre kürzer als bei den Herzschrittmacheraggregaten und liegen im Median bei 6 Jahren (Abb. 6).
Abb. 6

Verteilung der Aggregatlaufzeiten. (Beispiel: in 2015 lag die Lebensdauer der ICD-Aggregate in insgesamt 5 % der Fälle bei ≤4 Jahren)

Die Detailgenauigkeit der Auswertungen hat wie bei den Herzschrittmachern auch bei den Laufzeiten der ICD-Aggregate nachgelassen, so werden die Unterschiede je nach ICD-System oder -Hersteller nicht mehr ausgewertet. Damit wird ein aus Sicht der Leistungserbringer und der Patienten wichtiger Qualitätsaspekt der Therapie mit kardialen Rhythmusimplantaten nicht mehr beleuchtet.

Die Zahl der Aggregate, die zum Zeitpunkt des Austauschs Therapien abgegeben hatten, nimmt weiter, allerdings in vergleichsweise geringerem Ausmaß ab. Die Therapieabgabe wird dabei überwiegend als adäquat eingestuft (Tab. 14). Die Angabe von lediglich 1,8 % inadäquater Therapieabgaben erscheint nach den Ergebnissen der Literatur weiterhin zu niedrig [8].
Tab. 14

Häufigkeit der Therapieabgabe der ausgetauschten ICD-Aggregate

Therapien abgegeben?

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Nein

6948

68,9

8767

78,6

8599

80,3

Adäquat

2817

28,0

2099

18,8

1857

17,3

Inadäquat

202

2,0

202

1,8

191

1,8

Beides

111

1,1

87

0,8

64

0,6

Bei Austauschoperationen wurden DFT-Testungen in den vergangenen Jahren so gut wie gar nicht mehr durchgeführt und daher seit 2017 auch nicht mehr als Daten erfasst.

Komplikationen bei ICD-Aggregatwechseln sind insgesamt selten (Tab. 15), allerdings relativ häufiger als beim Austausch von Herzschrittmacheraggregaten.
Tab. 15

Perioperative Komplikationen bei Aggregatwechsel

Perioperative Komplikationen

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Kardiopulmonale Reanimation

≤3

0,0

7

0,1

6

0,1

Taschenhämatom

19

0,2

19

0,2

10

0,1

Wundinfektion (CDC)

0

0,0

≤3

0,0

≤3

0,0

Sonst. interventionspflichtige Komplikation

16

0,2

14

0,1

10

0,1

Mindestens eine perioperative Komplikation

36

0,4

41

0,4

27

0,3

Revisionen/Systemwechsel/Explantationen

Die Rate dieser Eingriffe (im Folgenden als Revisionen zusammengefasst) liegt bei den ICD mit 19,0 % fast doppelt so hoch wie bei den Herzschrittmacheroperationen, hat in 2017 im Vergleich zu den Vorjahren an Zahl weiter abgenommen, aber in der relativen Häufigkeit wieder zugenommen.

Überweisungen zur Revision aus anderen Häusern nehmen zumindest relativ weiter zu, werden aber nach wie vor deutlich seltener durchgeführt als Revisionen bei Patienten, die zuvor am eigenen Hause operiert wurden (Tab. 16).
Tab. 16

Ort des letzten Eingriffs, welcher der Revisionsoperation vorausging

Ort des letzten Eingriffs

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Stationär, eigene Institution

6199

66,1

5925

64,5

5386

62,8

Stationär, andere Institution

3129

33,3

3179

34,6

3113

36,3

Ambulant, eigene Institution

16

0,2

32

0,4

35

0,4

Ambulant, andere Institution

40

0,4

52

0,6

46

0,5

Summe

9385

100

9189

100

8581

100

Sondenprobleme stellen weiterhin mit fast zwei Dritteln die häufigste Indikation zur Revision dar (Tab. 17).
Tab. 17

Indikation zur Revisionsoperation (Mehrfachnennung möglich)

Indikation zur Revision

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Aggregatproblem

4391

46,8

4135

45,0

4557

53,1

Taschenproblem

1400

14,9

1213

13,2

1236

14,4

Sondenproblem

6231

66,4

6000

65,3

5536

64,5

Bei den ICD-Aggregat-Problemen zeigt sich weiter ein Anstieg der Revisionen wegen einer Fehlfunktion bzw. einer Rückrufaktion, aber der häufigste Grund für eine Revisionsoperation am Aggregat ist der vorzeitige Aggregataustausch bei Reoperationen aus anderen Gründen (Tab. 18). Hier wäre es interessant zu erfahren, wie lange die über 2000 ausgetauschten Aggregate noch gehalten hätten und wie die Überlebenszeit der Patienten nach der Reoperation war, d. h. wie vielen Patienten tatsächlich eine weitere Operation erspart geblieben ist. Diese Informationen werden wir allerdings nicht bekommen.
Tab. 18

Indikation zur Revisionsoperation bei Aggregatproblemen

Aggregatprobleme

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Batterieerschöpfung

1964

20,9

1667

18,1

1513

17,6

Fehlfunktion/Rückruf

57

0,6

201

2,2

271

3,2

Vorzeitiger Aggregataustausch bei Re-Operation aus anderen Gründen

1677

17,9

1746

19,0

2153

25,1

Sonstiges Aggregatproblem

693

7,4

521

5,7

620

7,2

Summe

4391

46,8

4135

45,0

4557

53,1

Basis der Prozentangaben ist die Gesamtzahl der dokumentierten Revisionen

Die im Vergleich zu den Schrittmachern deutlich höhere, im Vergleich zum Vorjahr wieder zunehmende Infektionsrate bleibt weiterhin auffällig, Hinweise auf die Ursache sind aus den Daten nicht ableitbar (Tab. 19). Es liegt allerdings nahe zu vermuten, dass die Dimensionen der Aggregate und möglicherweise auch der Ort der Taschenanlage dabei eine Rolle spielen.
Tab. 19

Indikation zur Revisionsoperation bei Taschenproblemen

Taschenproblemea

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Taschenhämatom

73

0,8

65

0,7

58

0,7

Aggregatperforation

153

1,6

134

1,5

138

1,6

Infektion

714

7,6

630

6,9

658

7,7

Sonstiges Taschenproblem

460

4,9

384

4,2

382

4,5

Summe

1400

14,9

1213

13,2

1236

14,4

aBasis der Prozentangaben ist die Gesamtzahl der dokumentierten Revisionen

Bei den Problemen mit der Vorhofsonde ist die Infektion weiter und in zunehmender Zahl die führende Ursache gefolgt von der Dislokation und dem Sondenbruch bzw. dem Isolationsdefekt (Tab. 20).
Tab. 20

Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der Vorhofsonde

Sondenprobleme Vorhofsondea

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Dislokation

395

21,2

420

24,2

326

20,0

Sondenbruch/Isolationsdefekt

283

15,2

288

16,6

295

18,1

Fehlerhafte Konnektion

15

0,8

17

1,0

8

0,5

Zwerchfell/Pectoraliszucken

7

0,4

≤3

0,2

≤3

0,2

Oversensing

61

3,3

62

3,6

58

3,5

Undersensing

74

4,0

51

2,9

50

3,1

Stimulationsverlust/Reizschwellenanstieg

169

9,1

153

8,8

114

7,0

Infektion

623

33,4

568

32,8

637

39,0

Myokardperforation

12

0,6

13

0,8

10

0,6

Sonstige

227

12,2

158

9,1

133

8,1

Summe

1866

100,0

1733

100,0

1634

100,0

aBasis der Prozentangaben ist die Gesamtzahl der Vorhofsondenprobleme

Ein Sondenbruch/Isolationsdefekt ist nach wie vor die führende Ursache für Probleme mit der RV-Sonde und weist auf die vergleichsweise deutlich höhere Komplexität der Sondenkonstruktion hin, die offensichtlich nach wie vor sehr komplikationsanfällig ist. Weitere häufige Ursachen sind auch hier die Infektion und der Reizschwellenanstieg bis hin zum Stimulationsverlust, wohingegen die Dislokation vergleichsweise seltener ist (Tab. 21).
Tab. 21

Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der rechtsventrikulären Sonde

Sondenprobleme RV-Sondea

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Dislokation

491

10,3

492

10,7

358

8,3

Sondenbruch/Isolationsdefekt

1392

29,1

1426

31,1

1405

32,6

Fehlerhafte Konnektion

60

1,3

59

1,3

58

1,3

Zwerchfell/Pectoraliszucken

18

0,4

17

0,4

12

0,3

Oversensing

365

7,6

339

7,4

347

8,1

Undersensing

260

5,4

273

6,0

220

5,1

Stimulationsverlust/Reizschwellenanstieg

786

16,4

664

14,5

607

14,1

Infektion

894

18,7

899

19,6

954

22,1

Myokardperforation

79

1,6

78

1,7

75

1,7

Ineffektive Defibrillation

51

1,1

43

0,9

35

0,8

Sonstige

394

8,2

291

6,4

239

5,5

Summe

4790

100,0

4581

100,0

4310

100,0

aBasis der Prozentangaben ist die Gesamtzahl der Probleme mit der rechtsventrikulären Sonde

Bei der linksventrikulären Sonde ist wie bei der Vorhofsonde die Infektion die häufigste und an Zahl zunehmende Ursache für Probleme gefolgt von der Dislokation und dem Reizschwellenanstieg bis hin zum Stimulationsverlust (Tab. 22).
Tab. 22

Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der linksventrikulären Sonde

Sondenprobleme LV-Sondea

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Dislokation

346

21,0

343

21,9

295

21,0

Sondenbruch/Isolationsdefekt

194

11,8

238

15,2

160

11,4

Fehlerhafte Konnektion

12

0,7

10

0,6

4

0,3

Zwerchfell/Pectoraliszucken

87

5,3

77

4,9

65

4,6

Oversensing

45

2,7

41

2,6

24

1,7

Undersensing

36

2,2

30

1,9

27

1,9

Stimulationsverlust/Reizschwellenanstieg

291

17,7

276

17,6

239

17,0

Infektion

424

25,8

393

25,1

462

33,0

Koronarsinusperforation

7

0,4

10

0,6

4

0,3

Sonstige

204

12,4

150

9,6

122

8,7

Summe

1646

100,0

1568

100,0

1402

100,0

aBasis der Prozentangaben ist die Gesamtzahl der Probleme mit der linksventrikulären Sonde

Die nur schwer abschätzbare Problematik der konstruktionsbedingten Sondendysfunktionen wie Sondenbrüche und Isolationsdefekte kann nur durch eine Längsschnittbeobachtung sowie eine adäquate Produktverfolgung im Sinne der nach wie vor nicht realisierten sektorenübergreifenden Datenerfassung weiter analysiert werden.

Bei den Infektionen bleibt weiterhin unklar, ob es sich um Sondeninfektionen im Zusammenhang mit einer Tascheninfektion oder um eine von den Sonden ausgehende Infektion handelt.

Der Zeitpunkt des Auftretens bzw. der Diagnose des Sondenproblems ist in Abb. 7 dargestellt. Wie bei den Herzschrittmachern können Probleme während des 1. Jahres nach vorausgegangenem Eingriff an der Sonde bis zum Beweis des Gegenteils als Hinweis auf ein prozedurales Verbesserungspotenzial interpretiert werden. Diese frühen Probleme treten bei den ICD-Sonden allerdings deutlich seltener auf als bei den Schrittmachersonden.
Abb. 7

Zeitpunkt des Auftretens des Sondenproblems

Bei der chirurgischen Korrektur von Sondenproblemen (Abb. 8 und 9) bleibt es wie in den Vorjahren dabei, dass Sonden bei ICD-Patienten sowohl im Vorhof als auch im Ventrikel häufiger explantiert und weniger stillgelegt werden als bei den Revisionen von Schrittmachersonden. Bei den vergleichsweise deutlich häufigeren zusätzlichen Neuimplantationen von Vorhof- und LV-Sonde handelt es sich am ehesten um Systemumstellungen.
Abb. 8

Chirurgisches Vorgehen bei der Sondenrevision (Bezug: alle postoperativ funktionell aktiven Sonden, an denen ein Eingriff vorgenommen wurde)

Abb. 9

Chirurgisches Vorgehen bei funktionslosen Sonden (Bezug: alle postoperativ funktionell nicht aktiven Sonden, bei denen die Art des Vorgehens dokumentiert wurde)

Die DFT wurde wie bei allen anderen Eingriffen auch bei Revisionsoperationen immer seltener ermittelt, sodass ab dem Jahr 2017 diese Daten nicht ermittelt werden. Es bleibt zu hoffen, dass zumindest bei den wenigen Sondenrevisionen wegen ineffektiver Defibrillation eine Systemtestung durchgeführt wurde.

Die Zahl an Komplikationen nach Revisionsoperationen hat abgenommen, die entsprechende Rate allerdings zugenommen, und beide Zahlen liegen über denen bei Schrittmacherrevisionen (Tab. 23).
Tab. 23

Perioperative Komplikationen bei Revision, Systemumstellung, Explantation

Perioperative Komplikationen

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Kardiopulmonale Reanimation

28

0,3

27

0,3

27

0,3

Pneumothorax

49

0,5

19

0,2

29

0,3

Hämatothorax

10

0,1

12

0,1

10

0,1

Perikarderguss

13

0,1

19

0,2

23

0,3

Taschenhämatom

36

0,4

38

0,4

27

0,3

Wundinfektion (CDC)

≤3

0,0

≤3

0,0

≤3

0,0

Sondendislokation

41

0,4

45

0,5

39

0,5

Sondendysfunktion

20

0,2

17

0,2

7

0,1

Sonst. interventionspflichtige Komplikation

23

0,3

16

0,2

20

0,2

Mindestens eine perioperative Komplikation

204

2,2

176

1,9

167

2,0

Bei den Todesfällen im Zusammenhang mit ICD-Operationen (Tab. 24) fällt erneut auf, dass Patienten nach ICD-Neuimplantationen seltener versterben als nach Schrittmacherimplantationen (0,7 % vs. 1,4 %). Allerdings können die Zahlen keinen Aufschluss darüber geben, ob und wie oft ein Zusammenhang zwischen der Implantation und dem späteren Versterben der Patienten besteht. Demgegenüber ist die Sterblichkeit nach Revisionsoperationen bei ICD-Patienten geringfügig höher als bei Schrittmacherpatienten (1,7 % vs. 1,6 %). Die Rate bei den Austauschoperationen unterscheidet sich marginal (0,2 % vs. 0,3 %).
Tab. 24

Todesfälle im Zusammenhang mit Implantationen, Aggregatwechseln und Revisionen/Systemwechseln/Explantationen in 2017 im Vergleich zu den Ergebnissen in 2015 und 2016

Tod bei oder nach

2015

2016

2017

n

%

n

%

n

%

Neuimplantation

182

0,6

183

0,6

177

0,7

Aggregatwechsel

21

0,2

23

0,2

21

0,2

Revision/Systemwechsel/Explantation

167

1,8

167

1,8

145

1,7

Internationaler Vergleich

Datenbasis

Traditionell erfolgt an dieser Stelle der Vergleich der Daten aus Deutschland mit den Berichten aus der Schweiz und Schweden ([3, 4]; Tab. 25). Die in den letzten beiden Jahren vorhandenen dänischen Daten liegen für 2017 bislang nicht vor. Auf die Daten der European Heart Rhythm Association (EHRA) [9] sowie der britischen Kollegen [10] aus dem Jahr 2017 und die Gründe, warum sie für einen Vergleich mit den deutschen Daten nicht geeignet erscheinen, wurde bereits in Teil 1 dieses Berichts hingewiesen.
Tab. 25

Datenbasis im internationalen Vergleich

 

Schweiza

Schwedenb

Deutschlandc

Meldende Institutionen

51

32

763

Implantierende Institutionen

53

32

763

Erstimplantationen

1099

1435

25.824

– Im Mittel je Institution

21

45

34

– Pro 1 Mio. Einwohner

130

139

312

Folgeeingriffe

665

945

19.291

Verhältnis Erstimplantation/Folgeeingriffe

1,65

1,52

1,34

Summe

1764

2380

45.115

aEinwohner in der Schweiz am 31.12.2017: 8.419.550 (Quelle: [12])

bEinwohner in Schweden am 31.12.2017: 10.120.242 (Quelle: [13])

cEinwohner in Deutschland am 31.12.2017: 82.792.000 (Quelle: [14])

Beim Vergleich der Datenbasis gibt es nichts Neues: In Deutschland werden sowohl absolut als auch relativ die meisten ICD implantiert (Tab. 25; Abb. 10). Man kann also mit einiger Berechtigung davon ausgehen, dass Deutschland europaweit [9] vermutlich sogar weltweit führend ist. In allen Ländern haben allerdings die Implantationsraten pro 1 Mio. Einwohner ebenso wie im letzten Jahr abgenommen.
Abb. 10

Implantationen pro 1 Mio. Einwohner im internationalen Vergleich. (Quellen: siehe Tab. 25)

Auf der Suche nach einer tragfähigen Erklärung für die hohe Implantationsrate betrachten wir traditionell zum einen die Altersverteilung (Abb. 11) und zum anderen die regionalen Unterschiede sowie die Leitlinienkonformität in den einzelnen Bundesländern. Die beiden letzteren liegen aus bereits erwähnten Gründen nicht vor, konnten aber auch in den Vorjahren keine Erklärung liefern, da insbesondere die regionalen Unterschiede bei der Leitlinienkonformität nur sehr gering waren.
Abb. 11

Anteil älterer Patienten ≥80 Jahre (Schweiz ≥81 Jahre) an allen Patienten, bei denen ein ICD implantiert wurde, im Vergleich

Bei der Altersverteilung hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig geändert, in allen Ländern ist der Anteil an Hochbetagten zurückgegangen, besonders deutlich erneut in der Schweiz.

Wir müssen daher weiterhin wie bei den Herzschrittmacherimplantationen eine schlüssige Erklärung für den deutlichen Unterschied bei der ICD-Implantationsrate im Vergleich zu den anderen betrachteten Ländern schuldig bleiben.

In diesem Zusammenhang interessant ist eine Beobachtung des Schwedischen Heart Failure Registers, die unlängst publiziert wurde: Nur 10 % der prinzipiell für eine primärprophylaktische ICD-Implantation in Frage kommenden Patienten hatten tatsächlich einen ICD erhalten [11]. Insofern könnte es also durchaus sein, dass die Implantationsrate in anderen Ländern zu niedrig ist, und die in Deutschland beobachtete Rate an ICD Implantationen dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

Indikationen zur ICD-Therapie

Der Vergleich der Indikationen zur ICD-Implantation zeigt weiterhin, dass in der Schweiz und in Schweden weniger ICDs primärprophylaktisch implantiert werden als in Deutschland (Abb. 12). Auf die diesbezüglichen Ergebnisse des Schwedischen Heart Failure Registers [11] sind wir ja bereits im letzten Absatz des vorherigen Abschnitts eingegangen.
Abb. 12

Indikationen zur ICD-Implantation im internationalen Vergleich

Bei der ICD-Systemauswahl (Abb. 13) sind die Unterschiede im Vergleich zu Schweden und der Schweiz in etwa gleich geblieben, die Schweden implantieren weiterhin häufiger ein DDD-ICD-System und bleiben bei den CRT-D-Systemen führend. Die Implantationsrate an VVI-ICD-Systemen ist dementsprechend deutlich niedriger.
Abb. 13

Auswahl des ICD-Systems im Vergleich

Bei der Implantationsrate an S‑ICDs sind die Schweiz und Deutschland Spitzenreiter, wohingegen diese Systeme in Schweden wenig Verwendung finden, die Implantationsrate hat sogar von 0,7 % auf 0,5 % abgenommen.

Der Vergleich der ICD-Sondenauswahl insbesondere, ob eine Single-coil- oder Dual-coil-Elektrode verwendet wurde, ist aufgrund der seit 2017 in Deutschland nicht mehr erhobenen Daten erstmals unmöglich.

Operationsdaten

Die Ergebnisse bei den Operationsdaten zeigen seit Jahren, so auch in 2017, die gleichen Unterschiede. Zunächst verwenden die Schweden wie bei den Schrittmacherimplantationen die Vena cephalica häufiger und v. a. die Vena subclavia wesentlich seltener zum Sondenvorschub als die Deutschen. Nach wie vor am seltensten wird die Vena cephalica in der Schweiz verwendet (Tab. 26), wobei dieser Zugangsweg in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahr wieder an Attraktivität verloren hat.
Tab. 26

Prozentuale Verteilung venöser Zugänge bei Neuimplantationen im Vergleich

 

Schweiz (%)

Schweden (%)

Deutschland (%)

V. cephalica

22,1

45,6

32,1

V. subclavia

64,3

40,6

61,1

Andere

13,6

13,8

6,7

Für die Operationszeiten zeigt sich erneut, dass die Schweden alle Systeme am schnellsten implantieren, und die Schweizer am wenigsten schnell (Abb. 14). Der Vergleich der Implantationszeiten für S‑ICD Systeme ist 2017 aufgrund fehlender schwedischer Daten nur zwischen der Schweiz und Deutschland möglich.
Abb. 14

Vergleich der mittleren Operationsdauer bei Implantationen für verschiedene Systeme

Aufgrund des völlig unterschiedlichen Vorgehens bei der Auswertung der perioperativen Komplikationen wird auf einen Vergleich mit den schwedischen Ergebnissen verzichtet. Aus der Schweiz liegen ohnehin keine Ergebnisse vor.

Zusammenfassung und Ausblick

Die Ergebnisse des deutschen ICD-Registerberichts sind über die Jahre hinweg von bemerkenswerter Konstanz: Die Implantationsrate bleibt sehr hoch, und die Vena cephalica wird weiterhin zu selten als Zugangsweg verwendet. Ebenfalls konstant ist die seit 2015 zu beobachtende Tendenz, dass immer weniger Daten erhoben werden. Dies ist v. a. der Tatsache geschuldet, dass es nicht Aufgabe der externen Qualitätssicherung ist, Daten zu erheben, die für die Versorgungsforschung interessant sind, so sehr man sich dies auch wünschen mag. Da sich zudem die Aufnahme des Deutschen Herzschrittmacher- und Defibrillator-Registers in das voraussichtlich ab dem 01.02.2021 an den Start gehende Implantateregister Deutschland verzögert, werden sich die an diesen Ergebnissen Interessierten noch einige Zeit gedulden müssen.

Die deutlich höhere Komplikationsrate bei der Sondenimplantation mittels Punktion der Vena subclavia wird in der Praxis offensichtlich weiter nicht zur Kenntnis genommen. Dies ist allein schon bedenklich genug, gewinnt aber zusätzlich an Brisanz, weil dieser Zugangsweg sowohl bei der Schrittmacherimplantation als auch bei der ICD-Implantation an Beliebtheit nicht wesentlich abnimmt.

Der Zusammenhang zwischen Anzahl der Operationen bzw. der Art des venösen Zugangs und der Komplikationsrate konnte auch in 2017 aufgrund der fehlenden Sonderauswertungen nicht weiter verfolgt werden.

Weiter hoch ist die Rate an Sondenkomplikationen, auch bedingt durch konstruktionsbedingte Probleme. Hier gibt es noch einigen Diskussionsbedarf u. a. hinsichtlich der Produktüberwachung, wobei auch hier eine Zunahme des Interesses an einer diesbezüglichen Diskussion außerhalb von Expertenrunden nur mit Mühe erkennbar ist. Schließlich muss die nicht gerade niedrige Infektionsrate unter Beobachtung bleiben.

Wie bei den Schrittmacheroperationen haben wir auch bei den ICD-Operationen drei Parameter (1. Verwendung der Vena cephalica in <10 % der Implantation, 2. Verwendung einer Dual-coil-Sonde in >90 % der Implantationen und 3. Dislokationen der RV-Sonde in >5 % bei Neuimplantationen) betrachtet, die man als Indikatoren für unterschiedliche Aspekte der ICD-Therapie werten kann. Wie bei den Schrittmachern liegen die dazu notwendigen Sonderauswertungen in 2017 im dritten Jahr hintereinander nicht vor.

Abschließend sei allen, die zu diesem Bericht beigetragen haben herzlich gedankt. In ungebrochenem Optimismus hoffen wir zudem weiter, dass auch die Informationen des Teils 2 des Registerberichts 2017 dem Anwender in der täglichen Praxis hilfreich sein können. Noch mehr würden wir uns darüber freuen, wenn die Resultate kommender Jahre zeigen, dass die im Registerbericht vorgestellten Ergebnisse auch zu Konsequenzen beim operativen Vorgehen führen, wie dies im Falle der abnehmenden Verwendung der Dual-coil-Sonden bis zum Auswertungsjahr 2014 zu beobachten war.

Schließlich beobachten wir weiter mit Interesse das Verfahren der sekundären Datennutzung und hoffen darauf, dass nach einer Wartezeit von inzwischen fast 2 Jahren eine Entscheidung über unseren Antrag getroffen wird, und dass diese Entscheidung positiv ausfällt, damit diese Daten wieder der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen (siehe auch unter „Einleitung“).

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Übersicht ausgewerteter Datensätze im Vergleich zu den Vorjahren

Tab. 2: Operationsvolumina der meldenden Krankenhäuser

Tab. 3: Vollzähligkeit der ausgewerteten Datensätze bzw. Krankenhäuser im Jahr 2017 (Minimaldatensätze berücksichtigt)

Tab. 4: Vollzähligkeit der ausgewerteten Datensätze bzw. Krankenhäuser im Jahr 2016 (Minimaldatensätze berücksichtigt)

Tab. 5: Demografische Daten zu Implantationen, Aggregatwechseln und Revisionen/Systemwechseln/Explantationen

Tab. 6: Führende Indikation der ICD-Implantation

Tab. 7: Venöser Zugang bei ICD-Implantationen

Tab. 8: Operationszeiten (Median) in Minuten bei Implantationen 2016 und 2017

Tab. 9: Ergebnisse für das Dosisflächenprodukt 2017 im Vergleich zu 2016

Tab. 10: Ergebnisse der Reizschwellenmessungen und Bestimmungen der intrakardialen Signalamplituden bei Implantationen (jeweils bezogen auf alle Fälle mit gültiger Angabe)

Tab. 11: Position der Aggregattasche

Tab. 12: Perioperative Komplikationen bei Implantationen in den Jahren 2015, 2016 und 2017 im Vergleich

Tab. 13: Perioperative Komplikationen bei Sonden 2015, 2016 und 2017 – Details (Prozentzahlen beziehen sich auf die Gesamtzahl der jeweils implantierten Sonden)

Tab. 14: Häufigkeit der Therapieabgabe der ausgetauschten ICD-Aggregate

Tab. 15: Perioperative Komplikationen bei Aggregatwechsel

Tab. 16: Ort des letzten Eingriffs, welcher der Revisionsoperation vorausging

Tab. 17: Indikation zur Revisionsoperation (Mehrfachnennung möglich)

Tab. 18: Indikation zur Revisionsoperation bei Aggregatproblemen

Tab. 19: Indikation zur Revisionsoperation bei Taschenproblemen

Tab. 20: Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der Vorhofsonde

Tab. 21: Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der rechtsventrikulären Sonde

Tab. 22: Indikation zur Revisionsoperation bei Problemen mit der linksventrikulären Sonde

Tab. 23: Perioperative Komplikationen bei Revision, Systemumstellung, Explantation

Tab. 24: Todesfälle im Zusammenhang mit Implantationen, Aggregatwechseln und Revisionen/Systemwechseln/Explantationen in 2017 im Vergleich zu den Ergebnissen in 2015 und 2016

Tab. 25: Datenbasis im internationalen Vergleich

Tab. 26: Prozentuale Verteilung venöser Zugänge bei Neuimplantationen im Vergleich

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Zahlenmäßige Verteilung der indikationsbegründenden klinischen Ereignisse bei Sekundärprävention. (VF Kammerflimmern, VT ventrikuläre Tachykardie, NSVT nicht anhaltende ventrikuläre Tachykardie. Beispiel: Im Jahr 2015 wurde bei 3081 Implantationen zur Sekundärprävention Kammerflimmern als indikationsbegründendes klinisches Ereignis angegeben)

Abb. 2: Zahlenmäßige Verteilung der indikationsbegründenden klinischen Ereignisse bei Sekundärprävention

Abb. 3: Prozentuale Verteilung der ICD-Systeme bei Implantationen. (CRT+ CRT System mit Vorhofsonde, CRT− CRT-System ohne Vorhofsonde)

Abb. 4: Perzentile der Operationszeiten im Jahr 2017. (Beispiel: Im Jahr 2017 waren 5 % aller Implantationen eines 1‑Kammer-ICD-Systems nach 20 min beendet)

Abb. 5: Überblick über die perioperativen Komplikationen nach Implantation. (CPR Reanimation, Pneu interventionspflichtiger Pneumothorax, HT Hämatothorax, PE Perikarderguss, Hämatom interventionspflichtiges Taschenhämatom, Dislok. Sondendislokation, Dysf. Sondendysfunktion, Wundinf. postoperative Wundinfektion nach Definition der CDC, Sonstige Fälle mit mind. einer sonstigen interventionspflichtigen perioperativen Komplikation)

Abb. 6: Verteilung der Aggregatlaufzeiten. (Beispiel: in 2015 lag die Lebensdauer der ICD-Aggregate in insgesamt 5 % der Fälle bei <4 Jahren)

Abb. 7: Zeitpunkt des Auftretens des Sondenproblems

Abb. 8: Chirurgisches Vorgehen bei der Sondenrevision (Bezug: alle postoperativ funktionell aktiven Sonden, an denen ein Eingriff vorgenommen wurde)

Abb. 9: Chirurgisches Vorgehen bei funktionslosen Sonden (Bezug: alle postoperativ funktionell nicht aktiven Sonden, bei denen die Art des Vorgehens dokumentiert wurde)

Abb. 10: Implantationen pro 1 Mio. Einwohner im internationalen Vergleich

Abb. 11: Anteil älterer Patienten ≥80 Jahre (Schweiz >81 Jahre) an allen Patienten, bei denen ein ICD implantiert wurde, im Vergleich

Abb. 12: Indikationen zur ICD-Implantation im internationalen Vergleich

Abb. 13: Auswahl des ICD-Systems im Vergleich

Abb. 14: Vergleich der mittleren Operationsdauer bei Implantationen für verschiedene Systeme

Notes

Mitglieder der Bundesfachgruppe Herzschrittmacher

Für die Bundesärztekammer: Prof. Dr. S. Behrens (Berlin); Prof. Dr. C. Kolb (München); Für die Deutsche Krankenhausgesellschaft: Prof. Dr. B. Lemke (Lüdenscheid); Prof. Dr. G. Fröhlig (Homburg/Saar); Für den GKV-Spitzenverband: Dr. F. Noack (Hamburg); Dr. J. van Essen (Oberursel); Für die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung: Prof. Dr. C. Stellbrink (Bielefeld); Für die Deutsche Gesellschaft für Thorax‑, Herz- und Gefäßchirurgie: Dr. H. Burger (Bad Nauheim); Für das IQTIG: Prof. Dr. A. Markewitz (Bendorf); Prof. Dr. U. Wiegand (Remscheid); Als Landesvertreter: Dr. S. Macher-Heidrich (Düsseldorf); Prof. Dr. B. Nowak (Frankfurt a. M.); Für den Deutschen Pflegerat: B. Pätzmann-Sietas (Stade); Als Patientenvertreter: M. Kollmar (Eppelheim); W.‑H. Müller (Stuttgart)

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

A. Markwitz gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Für diesen Beitrag wurden vom Autor keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  • A. Markwitz
    • 1
    Email author
  • Bundesfachgruppe Herzschrittmacher und Defibrillatoren
  1. 1.BendorfDeutschland

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