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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

, Volume 51, Issue 8, pp 929–931 | Cite as

Komplikationen durch verblisterte Medikamente und ihre Vermeidung

  • J. Weckenbrock
  • G. Kolb
Kasuistiken
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Im stationären Bereich werden häufig, zwecks besserer Unterscheidung und aus hygienischen Gründen, (noch) verblisterte Medikamente verabreicht. In vielen Pflegeheimen wird auf eine Vorverblisterung durch interne oder externe Apotheker zurückgegriffen [5]. Verblisterungen können bei versehentlichem Verschlucken jedoch zu nichtabsehbaren Komplikationen führen. Die Komplikationsraten variieren von leichten Läsionen mit Schleimhauteinblutungen bis hin zu Organperforationen mit erforderlicher Notfalllaparotomie [2, 7]. Häufig handelt es sich um Patienten, die sich in einem kognitiv oder neurologisch kompromittierten Zustand (Intoxikationen, demenzielle Vorerkrankung, neurologische Ausfälle mit Beteiligung der oropharyngealen Muskulatur) befinden.

Die beiden im Folgenden geschilderten Fälle können als exemplarisch angesehen werden.

Fall 1, männlich, 82 Jahre

Anamnese

Ein 82-jähriger Patient wurde mit Verdacht auf eine Pneumonie aus einer neurologisch-stationären Rehabilitationseinrichtung...

Complications due to medication in blisters and their avoidance

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

J. Weckenbrock und G. Kolb geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren. Für Bildmaterial oder anderweitige Angaben innerhalb des Manuskripts, über die Patienten zu identifizieren sind, liegt von ihnen und/oder ihren gesetzlichen Vertretern eine schriftliche Einwilligung vor.

Literatur

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachbereich Geriatrie, Abteilung für Innere Medizin, Medizinische KlinikBonifatius Hospital Lingen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Westfälischen Wilhelms-Universität MünsterLingen (Ems)Deutschland

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