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Ein Karrierestart im „Dritten Reich“

Der Pathologe und Rudolf-Virchow-Preisträger Walter Müller (1907–1983)
  • S. LangEmail author
  • M. Schmidt
  • C. Graef
  • D. Gross
Geschichte der Pathologie
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Zusammenfassung

Der Pathologe Walter Müller gehört zweifellos zu den bekanntesten Nachkriegsvertretern seines Fachs. Er arrivierte zum Ordinarius und Gründungsdekan in Essen, und die Deutsche Gesellschaft für Pathologie (DGP) verlieh ihm 1983 für seine Verdienste um das Fach die Rudolf-Virchow-Medaille – die höchste Auszeichnung der Fachgesellschaft.

Doch war diese ruhmreiche Laufbahn keineswegs vorgezeichnet. Vielmehr deutete sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs zunächst ein Karrierebruch an, der weithin unbekannt geblieben ist. Nach der Flucht vor der heranrückenden Roten Armee aus Königsberg musste Müller um seine berufliche Existenz und sein wissenschaftliches Fortkommen bangen, da ihm in Zusammenhang mit der Entnazifizierung ein Berufsverbot drohte. Als junger Assistenzarzt war Müller bald nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten der Berliner SA beigetreten und hatte zudem 1937 die Mitgliedschaft in der NSDAP beantragt.

Der Beitrag beschäftigt sich mit den politischen Einflüssen und Auswirkungen des Nationalsozialismus auf Nachwuchswissenschaftler und deren Karrierebildung am Beispiel Müllers. Er stellt die Frage nach typischen politischen Barrieren und übergreifend gültigen Mustern der Anpassung.

Auf Grundlage des persönlichen schriftlichen Nachlasses, personenbezogener Archivquellen und einer Reanalyse der verfügbaren Sekundärliteratur werden bestehende Selbstdarstellungen und Narrative Müllers kritisch überprüft und ergänzt. Dabei lässt sich an mehreren Beispielen herausarbeiten, dass Müllers Karrierebildung durch die Bereitschaft zur politischen Anpassung gekennzeichnet war. Nach einem passageren Karriereknick in den Jahren 1946/47 gelang ihm dank eines glimpflich verlaufenden Entnazifizierungsverfahrens die berufliche Konsolidierung und der nachfolgende Aufstieg zu einem der führenden deutschsprachigen Fachvertreter.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus Pathologie Zweiter Weltkrieg Rudolf-Virchow-Medaille Entnazifizierung 

A career start in the Third Reich

The pathologist and Rudolf Virchow Award recipient Walter Müller (1907–1983)

Abstract

The pathologist Walter Müller is undoubtedly one of the most prominent post-war representatives of his profession. He became full professor and founding dean in Essen, and in 1983 the German Society for Pathology (DGP) awarded him the Rudolf Virchow Medal – the highest distinction of the society – for his merits to the field of pathology.

But this glorious career was by no means predetermined. Rather, after the end of the Second World War there were signs of a career break that were still largely unknown. After fleeing Königsberg from the approaching Red Army, Müller had to fear for his professional existence and his scientific advancement, as he was threatened with a ban on his profession in connection with denazification. As a young assistant doctor, Müller had joined the Berlin SA soon after the National Socialists took power and had also applied for membership of the NSDAP in 1937.

Using Müller as an example, this article deals with the political influences and effects of National Socialism on young scientists and their career development. It poses the question of typical political barriers and overarching patterns of adaptation.

On the basis of the personal written estate, personal archive sources, and a reanalysis of the available secondary literature, existing self-portrayals and narratives of Walter Müller are critically reviewed and supplemented. Several examples show that Müller’s career development was characterized by a willingness to adapt politically. After a brief career slump in the years 1946/47, he succeeded in consolidating his career thanks to a mild denazification process and subsequently became one of the leading experts in German-language pathology.

Keywords

National Socialism Pathology World War II Rudolf Virchow Medal Denazification 

Notes

Danksagung

Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Projektes „Pathologie und Pathologen im Nationalsozialismus“ und wurde durch die Deutsche Gesellschaft für Pathologie e. V. finanziell unterstützt. Die Autoren danken Michaela Thal für ihre Unterstützung bei der Recherche der wissenschaftlichen Literatur und Dr. Jens Westemeier für seine Recherche im Bundesarchiv Berlin. Besonderer Dank gilt Dr. Uwe Zuber und Regina Hönerlage vom Landesarchiv NRW in Duisburg sowie Dr. Holger Berwinkel vom Universitätsarchiv Göttingen.

Interessenkonflikt

S. Lang, M. Schmidt, C. Graef und D. Gross geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Für diesen Beitrag wurden von den Autoren keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der MedizinUniversitätsklinikum der RWTH AachenAachenDeutschland

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