Advertisement

Informatik-Spektrum

, Volume 35, Issue 1, pp 12–23 | Cite as

Datenschutz im Web 2.0 am Beispiel des sozialen Tagging-Systems BibSonomy

  • Beate Krause
  • Hana Lerch
  • Andreas Hotho
  • Alexander RoßnagelEmail author
  • Gerd Stumme
HAUPTBEITRAG DATENSCHUTZ IM WEB 2.0
  • 477 Downloads

Zusammenfassung

Soziale Tagging-Systeme gehören zu den in den vergangenen Jahren entstandenen Web2.0-Systemen. Sie ermöglichen es Anwendern, beliebige Informationen in das Internet einzustellen und untereinander auszutauschen. Je nach Anbieter verlinken Nutzer Videos, Fotos oder Webseiten und beschreiben die eingestellten Medien mit entsprechenden Schlagwörtern (Tags). Die damit einhergehende freiwillige Preisgabe oftmals persönlicher Informationen wirft Fragen im Bereich der informationellen Selbstbestimmung auf. Dieses Grundrecht gewährleistet dem Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen. Für viele Funktionalitäten, wie beispielsweise Empfehlungsdienste oder die Bereitstellung einer API, ist eine solche Kontrolle allerdings schwierig zu gestalten. Oftmals existieren keine Richtlinien, inwieweit Dienstanbieter und weitere Dritte diese öffentlichen Daten (und weitere Daten, die bei der Nutzung des Systems anfallen) nutzen dürfen. Dieser Artikel diskutiert anhand eines konkreten Systems typische, für den Datenschutz relevante Funktionalitäten und gibt Handlungsanweisungen für eine datenschutzkonforme technische Gestaltung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

References

  1. 1.
    Benz D, Hotho A, Jäschke R, Krause B, Mitzlaff F, Schmitz C, Stumme G (2010) The social bookmark and publication management system BibSonomy – a platform for evaluating and demonstrating Web 2.0 research. VLDB J 19(5)Google Scholar
  2. 2.
    BVerGe 1. Senat (1983) BVerfGE 65, 1 Volkszählung Urteil des Ersten Senats vom 15. Dezember 1983Google Scholar
  3. 3.
    Cattuto C, Schmitz C, Baldassarri A, Servedio VDP, Loreto V, Hotho A, Grahl M, Stumme G (2007) Network properties of folksonomies. AI Commun J 20:245–262MathSciNetGoogle Scholar
  4. 4.
    Hotho A, Jäschke R, Schmitz C, Stumme G (2006) BibSonomy: a social bookmark and publication sharing system. In: Moor AD, Polovina S, Delugach H (eds) Proceedings of the First Conceptual Structures Tool Interoperability Workshop at the 14th International Conference on Conceptual Structures. Aalborg Universitetsforlag, Aalborg, pp 87–102Google Scholar
  5. 5.
    Lerch H, Krause B, Hotho A, Roßnagel A, Stumme G (2010) Social Bookmarking-Systeme – die unerkannten Datensammler – ungewollte personenbezogene Datenverabeitung? Multimedia und Recht 7:454–459Google Scholar
  6. 6.
    Morrison PJ (2008) Tagging and searching: search retrieval effectiveness of folksonomies on the World Wide Web. Inf Process Manag 44:1562–1579CrossRefGoogle Scholar
  7. 7.
    Schild H-H, Ronellenfitsch M, Arlt U, Dembowski B, Wellbrock R (Hrsg) (2009) Hessisches Datenschutzgesetz (HDSG). Kommunal- und Schul-Verlag, WiesbadenGoogle Scholar
  8. 8.
    Simitis S (2006) Kommentar zum Bundesdatenschutzgesetz. Nomos, FrankfurtGoogle Scholar
  9. 9.
    Roßnagel A, Scholz P (2000) Datenschutz durch Anonymität und Pseudonymität – Rechtsfolgen der Verwendung anonymer und pseudonymer Daten. Multimedia und Recht 3:721–729Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 2010

Authors and Affiliations

  • Beate Krause
    • 1
  • Hana Lerch
    • 2
  • Andreas Hotho
    • 1
  • Alexander Roßnagel
    • 2
    Email author
  • Gerd Stumme
    • 1
  1. 1.Fachgebiet WissensverarbeitungUniversität KasselKasselDeutschland
  2. 2.Projektgruppe Verfassungsverträgliche TechnikgestaltungUniversität KasselKasselDeutschland

Personalised recommendations