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Rechtsmedizin

, Volume 27, Issue 4, pp 237–240 | Cite as

Asylrechtliche Aspekte von Folter

Einblick in die Entscheidungspraxis des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
Leitthema
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Zusammenfassung

Hintergrund

Folter gehört auch gegenwärtig zum Schicksal vieler Menschen, die in Deutschland Asyl beantragen.

Fragestellung

Relevanz von drohender oder erlittener Folter für die asylrechtliche Entscheidung, Methodik der Aufklärung.

Material und Methode

Betrachtung der juristischen und investigativen Praxis aus Sicht des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.

Ergebnisse

Folter durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure kann eine drohende Verfolgung oder einen ernsthaften Schaden im asylrechtlichen Sinne darstellen und zu einer Schutzgewährung führen. Aus der Folter resultierende medizinische Leiden können zudem ein Abschiebungsverbot rechtfertigen. Die Aufklärung erfolgt in der Regel durch sog. Sonderbeauftragte beim BAMF. Medizinische Gutachten können zugezogen werden.

Schlüsselwörter

Flüchtling Anhörung Verfolgung Gewalt Schutz 

Asylum rights aspects of torture

Insights into the decision-making practice of the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF)

Abstract

Background

Torture also currently belongs to the fate of many people who apply for asylum in Germany.

Objectives

Relevance of threatened or sustained torture for decisions concerning the legal aspects of asylum. Methodology of enlightenment.

Material and methods

Consideration of the legal and investigative practice from the point of view of the Federal Office of Migration and Refugees.

Results

Torture by state or non-state actors can constitute an imminent persecution or a serious damage under the legal aspects of asylum and can lead to a protection. Torture that relates to medical ailments can also justify a ban of deportation. The enlightment is usually carried out by so-called special officers at the Federal Office of Migration and Refugees. Medical expert opinions and reports may be taken into consideration.

Keywords

Refugee Interview Persecution Violence Protection 

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

T. Hinz gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine vom Autor durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag Berlin 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.Außenstelle EssenBundesamt für Migration und FlüchtlingeEssenDeutschland

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