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Arthroskopie

, Volume 32, Issue 1, pp 1–2 | Cite as

Innovationen in der Schulterchirurgie

  • Jens D. AgneskirchnerEmail author
  • J. Christoph KatthagenEmail author
Einführung zum Thema
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Innovations in shoulder surgery

Liebe Leserinnen und Leser,

während die Arthroskopie des Kniegelenks bereits Anfang des 20. Jahrhunderts klinische Anwendung fand, ist die Schulterarthroskopie erst seit Ende der 1960er- bis 1970er-Jahre im regelmäßigen klinischen Gebrauch [1]. Zu Beginn – ebenso wie am Knie – nur diagnostisch und dann im Sinne einfacher resezierender Verfahren genutzt, haben heutzutage komplexe rekonstruktive Verfahren Einzug gehalten und die offenen Techniken vielerorts abgelöst. Ein Ende der enormen Zuwächse an technischer Innovation ist kaum abzusehen.

Aber auch im Bereich der Schulterendoprothetik haben sich mit der Weiterentwicklung der anatomischen und inversen Schulterprothetik in den vergangenen Jahren erhebliche Neuerungen und potenzielle Verbesserungen ergeben [2]. Innovationen betrafen und betreffen die Entwicklung knochensparender Systeme, Weiterentwicklungen von Materialien und Implantationstechniken sowie Erkenntnisse in der Indikationsstellung der verschiedenen Prothesensysteme.

Die Notwendigkeit wissenschaftlicher Evidenz darf niemals aus dem Blickfeld geraten

Eine Verbesserung für Patienten und Ärzte durch die Anwendung innovativer Techniken oder andere Aspekte, wie beispielsweise geringere Kosten für das Gesundheitssystem, liegen allerdings nicht immer auf der Hand. Die Notwendigkeit wissenschaftlicher Evidenz zum Beleg konkreter Verbesserungen durch innovative Verfahren darf bei aller Euphorie und Faszination um die neuen Techniken niemals aus dem Blickfeld geraten, um auch mögliche Negativentwicklungen bei innovativen Techniken möglichst rasch zu eliminieren.

In diesem Themenheft Innovationen in der Schulterchirurgie geben wir Ihnen daher einen umfassenden, aber auch (soweit möglich) kritischen Überblick über neue Techniken, Trends und Weiterentwicklungen in den Bereichen Schulterinstabilität, Verletzungen des Schultereckgelenks, Rotatorenmanschettenruptur, Schulterendoprothetik und Versorgung der proximalen Humerusfraktur.

Im ersten Beitrag „Innovationen bei der arthroskopischen Therapie der Schulterinstabilität“ stellen Malte Holschen und Jens Agneskirchner technologische Fortentwicklungen zur Therapie glenohumeraler Instabilitäten vor. Zum nach wie vor viel diskutierten Gebiet der arthroskopischen Behandlung der Schultereckgelenkinstabilität zeigen Daniel Berthold et al. aktuelle Neuerungen auf. Stefan Greiner und Leonard Achenbach geben eine Übersicht zu den zahlreichen Innovationen in der Pathogenese und Therapie der Rotatorenmanschettenläsionen. Martin Eigenschink und Philipp Heuberer präsentieren und diskutieren die Fortschritte im Bereich der Schulterendoprothetik. Christoph Katthagen et al. stellen aktuelle Trends und Entwicklungen im weitreichenden Behandlungsfeld der proximalen Humerusfraktur dar. Außerhalb operativer Techniken geben Victor Danzinger et al. einen Überblick zu „Innovationen in der konservativen Therapie der Schulterinstabilität“.

Wir danken allen Autoren und Coautoren für ihre kritische Analyse und Zusammenstellung und hoffen, dass der Themenüberblick auf Ihr Interesse stößt.

Viel Spaß beim Lesen und Lernen wünschen
Jens Agneskirchner

Christoph Katthagen

Notes

Interessenkonflikt

J.D. Agneskirchner und J.C. Katthagen geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Literatur

  1. 1.
    Jackson RW (2010) History of Arthroscopy. Arthroscopy 26:91–103CrossRefGoogle Scholar
  2. 2.
    Zilber S (2017) Shoulder Arthroplasty: Historical Considerations. Open Orthop J 11:1100–1107CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.go:h Gelenkchirurgie Orthopädie HannoverLobenhoffer, Agneskirchner, Tröger, Kley GbRHannoverDeutschland
  2. 2.Klinik und Poliklinik für Unfall‑, Hand- und WiederherstellungschirurgieUniversitätsklinikum MünsterMünsterDeutschland

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