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Arthroskopie

, Volume 32, Issue 2, pp 75–76 | Cite as

Bildgebung großer Gelenke

Radiologie trifft Orthopädie/Unfallchirurgie
  • K. BohndorfEmail author
  • W. HacklEmail author
  • A. ImhoffEmail author
Einführung zum Thema
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Imaging of large joints

Radiology meets Orthopaedic Surgery

Diese Ausgabe der Zeitschrift Arthroskopie und Gelenkchirurgie bewegt sich im Grenzgebiet der Zielsetzung dieser Zeitschrift. Zwar wurden in den letzten Jahren immer wieder diagnostische, bildgebende Beiträge veröffentlicht, aber eine ganze Ausgabe mit dem Leitthema „Bildgebung“? Und der Untertitel? Ist ein berufspolitisch orientiertes Heft entstanden? Nein. Aber diese Ausgabe gewährt einen Einblick in das Denken und Wissen eines Fachgebiets, welches mit der Arbeit arthroskopisch tätiger Chirurgen auf das Engste verbunden ist: die muskuloskelettale Radiologie.

Die tägliche Praxis von arthroskopisch Tätigen ist von einer Flut bildgebender Untersuchungen, speziell Magnetresonanztomographien, geprägt. Wir leben im Zeitalter der Visualisierung (Gerhard Paul), real ist (oder scheint zu sein), was man sieht. Waren es früher Bilderstapel, sind es jetzt CDs, mit denen der Arthroskopiker konfrontiert wird. Die Situation, dass diese Untersuchungen nicht selten die speziellen klinischen Fragestellungen nicht erfassen und vage („Verdacht“) oder gar falsch interpretiert werden, ist jedem bekannt und oft beklagt. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier nicht im Detail erörtert werden. Arthroskopisch tätige Chirurgen sind deshalb grundsätzlich gut beraten, sich selbst ein Bild zu machen.

Vor 5 Jahren hat sich, aus der „Deutschen Röntgengesellschaft“ heraus, eine Gruppe von Radiologinnen und Radiologen entschlossen, international schon vorgegebene Pfade zur Subspezialisierung der Radiologie auch in Deutschland zu fördern und ein Ausrufezeichen für die muskuloskelettale Bildgebung zu setzen. Trotz starkem Gegenwind aus der „Muttergesellschaft“ organisieren sich inzwischen schon über 500 Radiologinnen und Radiologen in der „Deutschen Gesellschaft für muskuloskelettale Radiologie“ (DGMSR). Ihr mittel- und langfristiges Ziel ist eine verstärkte Subspezialisierung des Fachs Radiologie, und schon heute findet eine intensive Schulung für ein spezialisiertes Wissen in der Bildgebung bei orthopädischen/unfallchirurgischen Fragestellungen statt (www.dgmsr.de).

Die Trends und deren Dynamik sind für alle Fächer gültig

Die Trends und deren Dynamik sind für alle Fächer gültig! Der Wissenszuwachs und vor allem sein Tempo sind atemberaubend. Das eiserne Gesetz der zunehmenden Spezialisierung (Peter Burke) als gesellschaftliches Phänomen setzt sich durch. Wie für andere Fächer – und die arthroskopische Versorgung der Gelenke ist hier ein gutes Beispiel – gilt für die Radiologie, dass nur wissensbasierte Augenhöhe die Möglichkeit bietet, diagnostische Probleme besser zu erfassen, eine richtige Diagnose zu liefern oder wesentlich dazu beizutragen. Ziel ist die wirkliche und nicht die behauptete Kompetenz.

Die Beträge zur Diagnostik an den großen Gelenken Schulter, Hüfte, Knie und Sprunggelenke stammen alle von DGMSR-Mitgliedern. Die Arbeitsgruppe um W. Hackl steuerte den Beitrag zum Problem „Knochenmarködem“ bei. Die Beiträge versuchen nicht, einen Gesamtüberblick in der jeweiligen anatomischen Region zu geben. Es sind spezielle Fragestellungen in den jeweiligen Gelenken, von denen die Herausgeber hoffen, dass sie Ihr Interesse wecken.
Klaus Bohndorf

Andreas Imhoff

Notes

Interessenkonflikt

K. Bohndorf, W. Hackl und A. Imhoff geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Universitätsklinik und Poliklinik für Diagnostische RadiologieUniversitätsklinikum HalleHalle (Saale)Deutschland
  2. 2.Univ.-Klinik für OrthopädieMedizinische Universität InnsbruckInnsbruckÖsterreich
  3. 3.Abteilung für Sportorthopädie, Klinikum rechts der IsarTechnische Universität MünchenMünchenDeutschland

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