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Der Gynäkologe

, Volume 52, Issue 1, pp 62–68 | Cite as

Juristische Problemfelder in Gynäkologie und Geburtshilfe

Ein nicht ganz objektiver Rückblick nach 37‑jähriger Anwaltstätigkeit
  • Rudolf RatzelEmail author
Medizinrecht
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Aufklärung

Kuhns schrieb 1958 in seinem Handbuch Das gesamte Recht der Heilberufe zur Aufklärungspflicht:

Die Frage, ob und inwieweit der Arzt den Patienten über die Schwere seines Leidens aufzuklären habe, kann nur nach Lage des Einzelfalles beantwortet werden. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass viele Patienten durch eine unzeitgemäße und in der Form ungeschickte Aufklärung und den Hinweis auf alle möglichen Komplikationen, die sich ergeben könnten, nur in ihrem Heilungswillen beeinträchtigt werden und sich durch übertriebene Sorgen seelisch zermürben.

Deutlicher kann man die Entwicklung in der Rechtsprechung der letzten Jahrzehnte kaum darstellen. Ausgehend von dem Selbstbestimmungsrecht jedes Menschen und erst recht jedes Patienten sind ärztliche Heileingriffe (außer in Notfällen) nur dann zulässig und gerechtfertigt, wenn der Patient zuvor ordnungsgemäß aufgeklärt wurde und dann eingewilligt hat. Die Beweislast für die ordnungsgemäße Selbstbestimmungsaufklärung obliegt dem Arzt...

Legal problem areas in gynecology and obstetrics

A not entirely objective retrospective view after 37 years of working as a lawyer

Notes

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

R. Ratzel gibt an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Dieser Beitrag beinhaltet keine von den Autoren durchgeführten Studien an Menschen oder Tieren.

Copyright information

© Springer Medizin Verlag GmbH, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.MünchenDeutschland

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