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Der Gynäkologe

, Volume 40, Issue 7, pp 519–520 | Cite as

Endometriose

Eine „Krankheit ohne Lobby“
  • W. DistlerEmail author
  • D. Hornung
  • K. Diedrich
Einführung zum Thema

Die Beschreibung von papillären Wucherungen auf der Innenseite des hydropischen Eileiters und von Zysten in Myomen durch Rokitansky im Jahre 1861 gilt als Vorläufer der Endometrioseforschung. Denn die beobachteten Gewebeveränderungen wurden von Babes 1882 und von Diesterweg 1883 als Müller’sches Epithel gedeutet und als endometriale Heterotopie beschrieben. Über ein Jahrzehnt später begründete von Recklinghausen seine Theorie über den Ursprung der Adenomyose durch versprengte embryonale Urnierenkeime. Iwanoff stellte 1898 seine Serosaepitheltheorie auf, da das Endometrium und die Serosa aus demselben Keimblatt stammen und innerhalb der Bauchhöhle der Übergang von Serosa in endometriale Wucherungen zu beobachten ist. Diese Theorie der Zölomepithelpersistenz ist jedoch umstritten. Bislang unwidersprochen blieb die Verschleppungstheorie von Sampson. Diese besagt, dass Uterusschleimhaut durch retrograde Menstruation in das Abdomen gelangt und sich hier nach Implantation zur Endometriose...

Copyright information

© Springer Medizin Verlag 2007

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und GeburtshilfeUniversitätsklinikum Carl Gustav CarusDresdenDeutschland
  2. 2.Klinik für Frauenheilkunde und GeburtshilfeUniversitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus LübeckLübeckDeutschland

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